
Fans der KI-Dystopie, aufgepasst: Zukünftig wird eine KI erkennen, wie dringend ein Konsument ein Produkt gerade braucht und wie viel er zu zahlen bereit ist. Haben Sie heute die Verwandschaft zum Germknödel-Festschmaus eingeladen und suchen deshalb verzweifelt nach Hefe? Kein Problem, tausend Euro bitte.
Während in Österreich noch über eine mögliche Deckelung der explodierenden Spritpreise gestritten wird, greift diese absurde KI-Innovation in den USA schon um sich. „Dieser Preis wurde von einem Algorithmus unter Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten festgelegt“ – diese Warnung sieht man in US-Onlineshops derzeit häufiger.
Diese personalisierten Preisschilder gehen laut US-Journalist Ronan Farrow noch weiter als die dynamische Preisgestaltung, die z.B. dafür sorgt, dass eine Uber-Fahrt zu Silvester ein Vermögen kostet. Das Ergebnis: In den USA variieren Preise für das gleiche Produkt bereits um bis zu 23 Prozent.
Auch die Fluggesellschaft Delta Airlines soll gerade eine Software testen, die den jeweils höchsten Preis identifiziert, bevor Konsumenten einen Kauf abbrechen. Dank elektronischer Etiketten und Gesichtserkennung könnten die Preise bald auch im Supermarkt von Person zu Person variieren. Schon toll, diese KI.
Diesen Artikel lesen Sie unter dem Titel „Die KI bestimmt, wie viel du zahlst“ in der Printausgabe der FURCHE vom 5. Jänner 2026.

























