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Corona-Ampel abschaffen?

Politik

Corona-Ampel abschaffen? Nein

1945 1960 1980 2000 2020

Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Corona-Ampel.

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Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Corona-Ampel.

Was haben wir bisher von der Pandemie gelernt? Eines auf jeden Fall: dass es sich lohnt, differenziert hinzuschauen. Dass Fortschritte dadurch entstehen, wenn man die Realität immer genauer, immer feinkörniger zu erfassen versucht. Wir haben gelernt, dass Menschen mit positivem Corona-Test nicht unbedingt infektiös sein müssen und nicht immer auch erkranken. Und wir haben gelernt, dass das Gesundheitsrisiko bei Corona nicht nur vom virologischen Befund, sondern auch von individuellen und Umweltfaktoren abhängig ist. Kurzum: Wir haben gelernt, dass diese Pandemie ein komplexes Geschehen ist und differenzierte Schutzmaßnahmen erforderlich macht.

Genau dem versucht die Corona- Ampel Rechnung zu tragen: Sie signalisiert regional unterschiedliche Risikoniveaus, damit die Prävention der jeweiligen Situation angemessen ist. Warum auch sollten in einem abgelegenen Alpental dieselben Regeln gelten wie in der Millionenstadt Wien? Oder warum sollten ruhige Gebiete ohne Pendlerverkehr gleichbehandelt werden wie dynamische Ballungsräume und deren Einzugsgebiete? Die Corona-Ampel ist ein gutes Instrument, um das komplexe Pandemie-Geschehen in simple Signale zu übersetzen. Genau dafür sind die Experten der Corona-Kommission ja da.

Dass das Projekt bislang von Startschwierigkeiten überschattet war und vor allem für Unmut und Verwirrung gesorgt hat, darüber sollte man gnädig hinwegsehen. Denn die Idee ist richtig, und es gibt derzeit keine bessere Alternative. Wir sollten die Chance nutzen, bevor sich das Zeitfenster wieder schließt – und sich die Pandemie womöglich nicht mehr durch lokale Maßnahmen begrenzen lässt.

Was haben wir bisher von der Pandemie gelernt? Eines auf jeden Fall: dass es sich lohnt, differenziert hinzuschauen. Dass Fortschritte dadurch entstehen, wenn man die Realität immer genauer, immer feinkörniger zu erfassen versucht. Wir haben gelernt, dass Menschen mit positivem Corona-Test nicht unbedingt infektiös sein müssen und nicht immer auch erkranken. Und wir haben gelernt, dass das Gesundheitsrisiko bei Corona nicht nur vom virologischen Befund, sondern auch von individuellen und Umweltfaktoren abhängig ist. Kurzum: Wir haben gelernt, dass diese Pandemie ein komplexes Geschehen ist und differenzierte Schutzmaßnahmen erforderlich macht.

Genau dem versucht die Corona- Ampel Rechnung zu tragen: Sie signalisiert regional unterschiedliche Risikoniveaus, damit die Prävention der jeweiligen Situation angemessen ist. Warum auch sollten in einem abgelegenen Alpental dieselben Regeln gelten wie in der Millionenstadt Wien? Oder warum sollten ruhige Gebiete ohne Pendlerverkehr gleichbehandelt werden wie dynamische Ballungsräume und deren Einzugsgebiete? Die Corona-Ampel ist ein gutes Instrument, um das komplexe Pandemie-Geschehen in simple Signale zu übersetzen. Genau dafür sind die Experten der Corona-Kommission ja da.

Dass das Projekt bislang von Startschwierigkeiten überschattet war und vor allem für Unmut und Verwirrung gesorgt hat, darüber sollte man gnädig hinwegsehen. Denn die Idee ist richtig, und es gibt derzeit keine bessere Alternative. Wir sollten die Chance nutzen, bevor sich das Zeitfenster wieder schließt – und sich die Pandemie womöglich nicht mehr durch lokale Maßnahmen begrenzen lässt.

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