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Singhalesen gegen Tamilen

Die rund 65.000 km2 große Insel im Indischen Ozean wird von fast 22 Millionen Menschen bewohnt. Drei Viertel davon sind vorwiegend buddhistische Singhalesen, rund 15 Prozent Tamilen, die sich zum Hinduismus oder zum Katholischen Glauben bekennen. Neun Prozent sind Tamilisch sprechende Muslime. Sri Lanka wurde hintereinander von den Niederlanden, Portugal und England kolonisiert. 1948 entließen die Briten das Land in die Unabhängigkeit. Ethnische Spannungen und die systematische Ausgrenzung der tamilischen Minderheit führten 1983 zum Bürgerkrieg, der auf beiden Seiten mit großer Grausamkeit geführt wurde. Die Befreiungsfront Tamil Tigers (LTTE) eroberte 1986 die nördliche Halbinsel Jaffna und konnte nach einem Waffenstillstandsabkommen 2002 eine provisorische autonome Zone im Norden einrichten. Im Dezember 2004 verwüstete ein Tsunami die Ost-und Südküste und riss über 45.000 Menschen in den Tod. 2008 kündigte Präsident Mahinda Rajapakse das Waffenstillstandsabkommen auf und setzte auf die militärische Vernichtung der LTTE, was unter enormen Opfern unter der Zivilbevölkerung im Mai 2009 auch gelang.

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