Die Klimakrise prägt längst Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und doch bleibt der weltweite Umgang mit ihr widersprüchlich. Während sich die Folgen des Klimawandels immer deutlicher zeigen, geraten politische Antworten ins Stocken. Das Dossier blickt mit ausgewählten Beiträgen auf Entwicklungen, Wendepunkte und neue Perspektiven.
Die Wirbelsturm-Verwüstungen auf Jamaika sind ein weiteres Alarmsignal an die 30. UN-Weltklimakonferenz in Brasilien. Und wenige Tage vor COP30-Beginn warnt die UNO vor bis zu knapp drei Grad Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts. Ein Jugenddelegierter erklärt, wie EU und Österreich darauf reagieren müssen.
Ferne Zukunftsversprechen von E-Fuels, Wasserstoff und Co halten den Klimaschutz nur auf. Der Umbau unseres Energiesystems muss rasch auf Basis bekannter Technologien geschehen. Ein Gastkommentar.
Zehn Jahre nach „Dieselgate“ und dem Pariser Klimaschutzabkommen zieht ein langjähriger Mobilitätsjournalist eine Bilanz der Verkehrswende zwischen
Klimaschutzforderungen und Versprechen der Automobilindustrie.
Am Sonntag startet die 27. Weltklimakonferenz in Scharm El-Scheich. Was hilft gegen die politische Apathie? Am ehesten eine konkrete Vorstellung davon, was ein „Weiter so“ bedeutet.
Dass Realität eigentlich aus zwischenmenschlicher Kommunikation erwächst, hat der österreichische Philosoph und Psychotherapeut Paul Watzlawick in seinem Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ (1976) mit amüsanten Beispielen belegt. Der Blick von Watzlawick, an dessen 100. Geburtstag am 25. Juli zu erinnern war, eignet sich auch für aktuelle Debatten – etwa wie die Klimakrise zu bewältigen ist. Hier gehen die Meinungen selbst innerhalb der türkis-grünen Koalition stark auseinander, wie der Kampf um die rhetorische Steinzeit-Keule kürzlich zeigte: Kanzler Kurz "warnte" vor
Die verheerenden Überflutungen in Belgien, Deutschland und Österreich wurden durch ein Wetterphänomen verursacht, das bis zum Ende des Jahrhunderts 14-mal häufiger auftreten könnte – sofern der Klimaschutz unzureichend bleibt.
Untergangsszenarien zum Thema Klimawandel gibt es genug, dachten sich niederländische Forscher. Also entwickelten sie eine Karte – und einen positiven Blick auf die Zukunft.
Die Eisschmelze in Grönland ist vermutlich unumkehrbar: Das würde einen weiteren Anstieg des Meeresspiegels bedeuten – und die Überschwemmung vieler Küstenstädte.
Greta Thunberg hat mit ihrer Rede eine heftige Debatte über die Art entfacht, wie man über den Klimawandel und die Verhinderung der Erderwärmung reden darf und soll. Und was Kinder dabei mitzureden haben. Hier noch ein paar Zusatzfragen.
Als das sicherste Delta der Welt – so sehen die Niederlande sich selbst. Doch was, wenn das Meer so schnell steigt, dass selbst der beste Küstenschutz nicht mehr ausreicht? Bestandsaufnahmen zwischen Alarm und Routine.
Die von Greta Thunberg formulierten Forderungen zeigen, dass unser ökonomisches System im Kern unökonomisch ist, da es seine Grundlagen konsumiert. Wir sollten das ändern. Ein Kommentar.
Ein Ereignis von historischer Bedeutung für Weltklima und Weltkirche: Nur vordergründig geht es bei der Amazonien-Bischofssynode im Oktober bloß um die Region rund ums größte Flusssystem Amerikas.
Die Vienna Biennale träumt vom Aufbruch in eine "nachhaltige Qualitätsgesellschaft", vorangetrieben durch unkonventionelle Ideen und technologische Innovation.
Nachhaltiges Wirtschaften: ein oft propagiertes Konzept, das die Wirtschaftspolitik tatsächlich nur marginal bestimmt. Im Folgenden ein Gespräch über die Notwendigkeit, diesen Ansatz auch umzusetzen.
Blitz und Donner im Jänner, eisige Stürme über Europa: Vorzeichen des Klimawandels und häufigerer Naturkatastrophen? Müssen wir lernen, angemessener mit Naturgewalten umzugehen? Überlegungen anläßlich eines Symposiums.
Der Club of Rome hatte 1973 die Rohstoffreserven unterschätzt, vor allem auch, was das Erdöl betraf. Aber unerschöpflich sind die Vorkommen dennoch nicht.
Die Globalisierung wird der Welt heute verordnet, als gäbe es keine Alternative. Sie ist ein Feind jeder Feingliedrigkeit und damit ein grundsätzlich unökologisches, ja lebensfeindliches Prinzip.
Die Klimakonferenz: Was wurde eigentlich vereinbart? Wie kam man zu den Ergebnissen? Wie sind sie zu bewerten? Gespräch mit dem Wirtschaftsforscher Stefan Schleicher.
Klimaanlagen sind nicht die Lösung für überhitzte Städte, sondern auch deren Mitursache. Doch welche „fiebersenkenden“ Maßnahmen helfen im Wohnbereich sonst? Expertentipps zum effektiven Beschatten und Belüften der eigenen vier Wände.
Jahrelang haben Wiens Naturschützer mehr Schonung für den immer ärger dezimierten Baumbestand gefordert. Jetzt gibt ihnen der neue Bürgermeister Leopold Gratz mehr, als sie zu hoffen wagte.
Umwelt- und Naturschutz sind derart komplexe Gebiete, in die zahlreiche, oft nicht in engem Zusammenhang stehende Zweige der Wissenschaft hineinspielen, daß sie in ihrer ganzen Breite nur auf der Basis der Interdisziplinarität lehr- und forschungsmäßig erfaßt werden können.