Fountain - © Foto: Albertina, Wien – The Jablonka Collection © Sherrie Levine
Ausstellung

Rafael Jablonka: Kunstwerke als Fallen für den Betrachter

1945 1960 1980 2000 2020

Mit „My Generation – Die Sammlung Jablonka“ präsentiert die Albertina Schätze amerikanischer und deutscher Kunst der 1980er Jahre, die Teil ihres jüngsten Sammlungszuwachses sind.

1945 1960 1980 2000 2020

Mit „My Generation – Die Sammlung Jablonka“ präsentiert die Albertina Schätze amerikanischer und deutscher Kunst der 1980er Jahre, die Teil ihres jüngsten Sammlungszuwachses sind.

Ein mit unzähligen Taschen beladenes Rad, das an der Wand lehnt, erdacht von Andreas Slominski. Eng zusammengebundene Stofftiere von Mike Kelley. Eine gewundene Holzskulptur von Richard Deacon. Wie 3-D-Bilder wirkende, fast schwindlig machende Streifen- und Punktebilder von Ross Bleckner. Monumentale, figurative Gemälde von Eric Fischl über Abgründe hinter einer pseudo-perfekten Fassade. Von großer Diversität ist die Ausstellung „My Generation – Die Sammlung Jablonka“ in der Albertina. Die präsentierten Werke gehören zum jüngsten Sammlungszuwachs des Hauses.

Der Galerist, Kunsthändler und Sammler Rafael Jablonka hat die 110 Positionen der amerikanischen und deutschen Kunst der 1980er Jahre – und 310 weitere – voriges Jahr der Albertina als Leihgabe übergeben. Vorerst für sieben Jahre, wohlgemerkt. „Alles braucht eine Probezeit“, begründete Jablonka sein Vorgehen bei der Pressekonferenz. Ihm gehe es um ein Geben und Nehmen – nicht ums Geld, sondern um Präsentation: „Kunstwerke leben nur, wenn sie gesehen werden.“

Kunst, die Fragen aufwirft

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder versicherte jedenfalls sofort, dass in den kommenden Jahren weitere Ausstellungen folgen werden, die auf der Jablonka-Leihgabe aufbauen, welche unter anderem auch 220 Fotos von Nobuyoshi Araki und 120 von Richard Avedon beinhaltet. Diesmal hat man sich – daher auch der Titel – auf Werke jener Künstler konzentriert, die zur Generation Jablonkas gehören und mit denen er engen Kontakt hatte. Nicht zwingend waren es solche, die er in seiner 1988 in Köln gegründeten und 2017 geschlossenen Galerie betreute, vielmehr hat er den Großteil der Werke in seiner Funktion als Sammler erworben.