Ein Baby in einem Gitterbett - Das Foto zeigt ein Baby einem roten Strampler, das in einem Gitterbett schläft. - © iSock/ArtMarie

Das Kind ist da – und alles ist anders

Vor allem mit der Geburt des ersten Kindes ändert sich das Leben vieler junger Eltern schlagartig. Schon in der Schwangerschaft beginnt eine Zeit der Unsicherheit und Angst. Wie können Familien besser unterstützt werden?

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Jakob ist ein Wunschkind. Lange haben seine Eltern nur auf eines gewartet: auf einen positiven Schwangerschaftstest. Erst mit Hilfe der Reproduktionsmedizin klappt es endlich. Von nun an gilt die Devise: Alles richtig machen!

Als Jakob fünf Monate alt ist, suchen seine Eltern dennoch Rat in der Baby Care Ambulanz im Wiener Preyerschen Kinderspital. Sie sind erschöpft, der Bub wacht nachts zunehmend auf. Die liebevollen engagierten Eltern überlegen gar ein Schlafprogramm, sind unsicher, ob sie ihr Baby verwöhnen, wenn sie das Kind zu sich nehmen, stillen, tragen. Die anderen würde doch immer fragen: Und schläft dein Kind schon durch?

In diesem Fall musste die Kinderärztin und Psychotherapeutin Katharina Kruppa von der Baby Care Ambulanz den Eltern vor allem eines mitgeben: die Versicherung, dass sie das Richtige tun, wenn sie auf die Bedürfnisse des Säuglings eingehen. Kruppa nennt noch andere Beispiele: Von Müttern, die nicht eingestehen können, wie erschöpft sie sind, die alles perfekt machen wollen oder die belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit nicht verarbeitet haben.

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