„Overview“-Effekt: „Oh mein Gott, ist das schön!“

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Die planetare Perspektive ist versöhnlich und grenzüberschreitend. Sie erwächst aus Gefühlen der Ehrfurcht und Verbundenheit, wenn man auf unseren fragilen Planeten aus astronomischer Distanz zurückblickt.

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Die planetare Perspektive ist versöhnlich und grenzüberschreitend. Sie erwächst aus Gefühlen der Ehrfurcht und Verbundenheit, wenn man auf unseren fragilen Planeten aus astronomischer Distanz zurückblickt.

Es waren raue Töne, die unlängst aus einem „Sternenstädtchen“ nahe Moskau zu vernehmen waren: Der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos hatte mit einem Ende der russischen Hilfe beim Betrieb der Internationalen Raumstation ISS gedroht – und einen daraus resultierenden Absturz in den Raum gestellt. Ein Video, das er geteilt hatte, deutete sogar an, dass ein amerikanischer ISS-Kosmonaut nicht wie geplant mit der russischen Sojus-Kapsel zur Erde zurückgenommen werden würde. Der Ukraine-Krieg warf seinen Schatten bis in die Tiefen des Weltalls. Nun ist Vande Hei sicher gelandet.

„Für mich persönlich war der Krieg kein Thema, vor dem ich mich mit meinen Crew-Kollegen gedrückt habe“, sagte der amerikanische Raumfahrer letzte Woche bei einer Pressekonferenz der NASA. Nach 355 Tagen auf der ISS ist er gemeinsam mit den russischen Kosmonauten Anton Schkaplerow und Pjotr Dubrow zur Erde zurückgekehrt. Der Amerikaner bezeichnete sie als „wunderbare Menschen“: „Meine russischen Kollegen waren, sind und werden sehr enge Freunde von mir bleiben. Wir haben uns durch alles hindurch unterstützt (…). Ich werde immer glücklich sein, dass ich mit ihnen auf der Raumstation sein konnte“, so Vande Hei. Und: Die Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA auf der ISS sei „sehr wichtig für eine friedliche Zukunft“.

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