Chronologie: Kosovos Untergang und Wiederaufstieg: 1989, 1999, 2008 …

Zum 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld 1989 hält der serbische Präsident Slobodan MilosÇevi´c eine nationalistische Rede. Damit beginnt der von Kriegen begleitete Zerfall Jugoslawiens. Der Kosovo verliert daraufhin weitgehend seine Autonomie.

Am 15. Jänner 1999 kommt es zum „Massaker von Racak“. OSZE-Beobachter entdecken in dem kosovarischen Dorf die Leichen von 45 Albanern.

Am 23. März gibt der NATO-Generalsekretär Javier Solana den Befehl, mit Luftangriffen auf Serbien zu beginnen – ohne UNO-Mandat; sie dauern 79 Tage.

7. Mai: NATO-Bomben treffen die chinesische Botschaft in Belgrad und sorgen für einen diplomatischen Eklat.

24. Mai: Zurück aus dem Kosovo, sieht UNO-Beobachter Sergio Vieira de Mello „hinreichend Beweise“ für eine ethnische Säuberung.

27. Mai: MilosÇevi´c wird vom UNO-Tribunal wegen Kriegsverbrechen im Kosovo angeklagt.

3. Juni: Belgrad willigt in den Friedensplan der NATO und Russlands ein. Die Stationierung der NATO-Schutztruppe KFOR wird eingeleitet.

20. Juni 1999: Die NATO verkündet das offizielle Ende der Angriffe.

17. Februar 2008: Die Unabhängigkeit des Kosovo wird ausgerufen.

9. Dezember 2008: Die EU-Rechtsstaatsmission EULEX nimmt ihre Arbeit im Kosovo auf. (wm)

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