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Feuilleton

Ein Berg nur für Flieger

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Der K2 ist die Kalaschnikow der Berge. Porträt eines Bergs ohne Namen. Und der Versuch einer Erklärung, warum Gerlinde Kaltenbrunner und andere da unbedingt hinauf wollen.

Dass der K2 nicht K13 heißt, verdankt er der Macht der Gewohnheit. 1856 hatte ein britischer Vermessungsoffizier namens Montgomery eine Reihe von Berggipfeln im Karakorum vermessen. Er nummerierte die Gipfel und stellte jedem das Präfix „K“ für Karakorum voran. Später, als man die offizielle Festlegung der Karakorum-Gipfel durchführte, wollte man, so wie im Himalaya, die Berge von Ost nach West durchnummerieren – aus dem K2 wurde ein K13. Aber die alte Bezeichnung war so gebräuchlich, dass die neue bald wieder verschwand. Für Abergläubische aber ein Grund mehr, um an das diesem Berg anscheinend anhaftende Unglück zu glauben.

In jedem Fall anders, ungewöhnlich, fremd macht den K2 aber, dass er es im Gegensatz zu den anderen Achttausendern zu keinem richtigen Namen gebracht hat. Als die Briten seine Höhe und damit seine Bedeutung als zweithöchster Berg der Welt erkannten, versuchten sie den Namen Mount Godwin-Austen, benannt nach einem weiteren Vermesser des Gebiets, einzuführen. Doch die indische Regierung wehrte sich heftig gegen diese und andere Namensgebungen der Kolonialmacht für die höchsten Gipfel – mit Ausnahme vom Mount Everest mit Erfolg. Der K2 blieb der K2, daran konnten auch spätere Namens(er)findungen nichts ändern.

Waffe aus Fels und Eis

Letztlich scheint die knappe, unpersönliche Bezeichnung K2 der am besten passende Name für einen Berg zu sein, der in puncto Schwierigkeit und Gefahr jeden anderen Achttausender übertrifft. Schon vom Klang her ist der K2 damit zum AK47 der Berge geworden, zur Kalaschnikow unter den höchsten Gipfeln der Welt – eine 8611 Meter hohe Waffe aus Fels und Eis: Zur Jahrtausendwende hatten knapp 200 Bergsteiger den K2 erreicht. laut Statistik lag zu der Zeit die Chance, beim Abstieg vom Gipfel umzukommen, bei eins zu sieben. Und das Risiko wächst, die Opferzahlen steigen: Laut einer deutschen Studie aus 2007 verunglückten 24 Prozent der Gipfelbezwinger tödlich, das heißt, jeder Vierte stirbt.

Gerlinde Kaltenbrunners vorige Woche tödlich verunglückter schwedischer Bergkamerad Fredrik Ericsson wird keinen Eingang in diese Opferstatistik finden. Er war noch nicht am Gipfel, als ihm sein Unglück passierte. Würde man alle am K2 verunglückten Menschen zählen, wäre die Todesrate also noch einmal um vieles höher – die toten einheimischen Träger werden sowieso immer ignoriert. Stellt sich die Frage: Warum wollen Menschen da immer noch hinauf? Der englische Bergsteiger George Mallory hat auf die Frage, warum er den Mount Everest besteigen wolle, einmal geantwortet: „Weil er da ist!“ Seine Leiche wurde 1999 auf über 8000 Metern am Everest gefunden. Seit Sommer 1924 war Mallory dort oben verschollen, ob er oder sein Kamerad davor den höchsten Berg der Welt erreicht haben, ist bis heute Anlass für Spekulationen.

Messner hat die Latte hoch gelegt

Weil der K2 da ist! – Das Argument gilt in besonderer Weise natürlich auch für die österreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. Für die Oberösterreicherin ist der K2 das „missing link“: Der zweithöchste Berg der Welt ist der 14. und letzte Achttausender, der ihr in ihrem Gipfelbuch noch fehlt. Mit seiner Besteigung wäre sie zwar „nur“ die dritte Frau, die alle Achttausender bestiegen hat, aber sie wäre die erste Frau, der das auch ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff, also „by fair means“ gelungen ist. Und mag man es auch in anderen Regionen der Welt damit nicht so genau nehmen – in Österreich, Deutschland, der Schweiz und mit Einschränkungen in ganz Europa hat Reinhold Messners 1986 abgeschlossene Besteigung aller „Großen 14“ ohne künstlichen Sauerstoff die Latte hoch gelegt. Wer seither als Höhenbergsteiger/in bei Werbe- und Sponsoraufträgen erfolgreich sein will, muss sauber, sprich ohne Sauerstoffflaschen am Rücken, bleiben und selbstverständlich in irgendeiner Form der oder die Erste sein.

So wie es auch Fredrik Ericsson versucht hat. Der 33-jährige Skilehrer wollte von den drei höchsten Bergen der Welt mit Skiern abfahren – als Erster. Im Vorjahr ist er am K2 gescheitert. Hätte er dieses Mal Erfolg mit Aufstieg und Abfahrt gehabt und wären ihm auch seine „Skitouren“ auf die beiden anderen höchsten Gipfel geglückt, sein eigentliches Projekt hätte danach erst begonnen: alle 14 Achttausender mit Skiern – natürlich wieder als Erster!

Die erste Besteigung des K2 versuchte 1902 eine kleine britisch-österreichische Expedition. Mit dabei auch ein Enfant terrible seiner Zeit, der für seine ausschweifenden Drogen- und Sexpraktiken bekannte Okkultist Aleister Crowley – der neben Jenseitigem diesseits ein exzellenter Bergsteiger war. Die Expedition kam nicht höher als 6600 Meter. Grund dafür war die falsche Routenwahl. Mit einem Revolver drohend soll Crowley seinem Ärger darüber Luft gemacht haben.

1909 machte sich eine nicht minder illustre italienische Runde unter der Leitung von Luigi Amadeo di Savoi, dem Herzog der Abruzzen, daran den K2 zu besteigen. Die Expedition erkannte den Südostgrat als den besten Weg zum Gipfel. Eine Einschätzung, die auch heute noch gilt. Auch Gerlinde Kaltenbrunner versuchte ihren Aufstieg über den Abruzzi-Grat. Der namensgebende Herzog hatte aber nach seinem gescheiterten Versuch pessimistisch vorausgesagt: „Wenn jemals ein Mensch seinen Fuß auf das kristallene Haupt des K2 setzt, so wird das nie ein Alpinist, sondern eher ein Flieger sein.“

Mit der Abruzzen-Expedition war jedenfalls der italienische Besitzanspruch auf den K2 festgelegt. So wie die Engländer den Mount Everest und die Deutschen den Nanga Parbat für sich beschlagnahmten, so wurde der K2 zum Wohl und Wehe des italienischen Nationalstolzes. Im Wettkampf mit US-Expeditionen schafften Achille Compagnoni und Lina Lacedelli 1954 den Gipfelsieg für Rom. Der italienische Expeditionsleiter verkündete, dass der Erfolg ihnen dazu verhelfen werde, in der ganzen Welt als die „Sieger ihrer Rasse“ begrüßt zu werden und dass „euer Ruhm euer ganzes Leben währen wird und noch lange, nachdem ihr tot seid“. Für Compagnoni war der Tod bereits beim Abstieg vom Gipfel näher als das Leben: Er stürzte dreimal und blieb nur mit viel Glück unverletzt. Auch am nächsten Tag rutschte er 200 Meter den Berg hinab und kam erst im allerletzten Moment in einer Schneeverwehung zum Stillstand.

Mitleidlose Anarchie

Bereits beim Erstbesteiger fehlte also nicht viel, und er wäre nicht bei den Gipfelsieg-Feiern, sondern in einer Felsspalte unterhalb des Gilkey-Felsens gelandet. Der Platz ist nach einem der ersten Opfer des K2 benannt und dient als Bergsteigerfriedhof nahe des Basislagers – für jene Toten, die geborgen werden. Fredrik Ericsson, das jüngste Opfer, und viele andere bleiben dort liegen, wo sie der Berg hingeworfen hat. Wie unerbittlich die Verhältnisse in diesen Höhen sind, verdeutlicht auch eine Szene auf über 8000 Metern Höhe während der K2-Tragödie 1986, bei der fünf Bergsteiger ums Leben kamen, geschildert in „Licht und Schatten am K2“ von Gertrude Reinisch und Willi Bauer: „Willi stapft zurück zum Zelt und zieht den Daunenschlafsack von Julies Körper. Dann rüttelt er Fredl und Hannes wach:, Die Julie ist tot, ihr müsst mir helfen, sie hinauszubringen. Kommt, helft mir doch!‘, Ach lass sie doch liegen, dann kann ich mich gut anlehnen‘, meint Fredl., Bist du verrückt geworden?‘ reagiert Willi entrüstet., Fredl hat recht‘, träumt Hannes vor sich hin., Lass Julie doch da. Wir legen sie auf den Boden. Dann kann ich mich auf sie drauflegen und bin nicht so nahe beim Eis. Es ist so kalt.‘“

Kalt, menschenfeindlich, tödlich … Reinhold Messner hat einmal geschrieben: „Der Berg ist eine archaische Welt, da gibt es keine Regeln. Die machen wir uns selber, wenn wir hinaufsteigen.“ Bleibt umso mehr die Frage „Warum machen die das?“ Messners Antwort: „Bergsteigen – ich zitiere Gottfried Benn – ist der Widerstand gegen den herausgeforderten Tod. Wir wissen sehr wohl, dass wir dabei umkommen können, und wir setzen trotzdem alles ein, was wir an Energie haben, an Zeit, an Mitteln, um diesen Wunsch zu realisieren.“

Der K2 ist die Kalaschnikow der Berge. Porträt eines Bergs ohne Namen. Und der Versuch einer Erklärung, warum Gerlinde Kaltenbrunner und andere da unbedingt hinauf wollen.

Dass der K2 nicht K13 heißt, verdankt er der Macht der Gewohnheit. 1856 hatte ein britischer Vermessungsoffizier namens Montgomery eine Reihe von Berggipfeln im Karakorum vermessen. Er nummerierte die Gipfel und stellte jedem das Präfix „K“ für Karakorum voran. Später, als man die offizielle Festlegung der Karakorum-Gipfel durchführte, wollte man, so wie im Himalaya, die Berge von Ost nach West durchnummerieren – aus dem K2 wurde ein K13. Aber die alte Bezeichnung war so gebräuchlich, dass die neue bald wieder verschwand. Für Abergläubische aber ein Grund mehr, um an das diesem Berg anscheinend anhaftende Unglück zu glauben.

In jedem Fall anders, ungewöhnlich, fremd macht den K2 aber, dass er es im Gegensatz zu den anderen Achttausendern zu keinem richtigen Namen gebracht hat. Als die Briten seine Höhe und damit seine Bedeutung als zweithöchster Berg der Welt erkannten, versuchten sie den Namen Mount Godwin-Austen, benannt nach einem weiteren Vermesser des Gebiets, einzuführen. Doch die indische Regierung wehrte sich heftig gegen diese und andere Namensgebungen der Kolonialmacht für die höchsten Gipfel – mit Ausnahme vom Mount Everest mit Erfolg. Der K2 blieb der K2, daran konnten auch spätere Namens(er)findungen nichts ändern.

Waffe aus Fels und Eis

Letztlich scheint die knappe, unpersönliche Bezeichnung K2 der am besten passende Name für einen Berg zu sein, der in puncto Schwierigkeit und Gefahr jeden anderen Achttausender übertrifft. Schon vom Klang her ist der K2 damit zum AK47 der Berge geworden, zur Kalaschnikow unter den höchsten Gipfeln der Welt – eine 8611 Meter hohe Waffe aus Fels und Eis: Zur Jahrtausendwende hatten knapp 200 Bergsteiger den K2 erreicht. laut Statistik lag zu der Zeit die Chance, beim Abstieg vom Gipfel umzukommen, bei eins zu sieben. Und das Risiko wächst, die Opferzahlen steigen: Laut einer deutschen Studie aus 2007 verunglückten 24 Prozent der Gipfelbezwinger tödlich, das heißt, jeder Vierte stirbt.

Gerlinde Kaltenbrunners vorige Woche tödlich verunglückter schwedischer Bergkamerad Fredrik Ericsson wird keinen Eingang in diese Opferstatistik finden. Er war noch nicht am Gipfel, als ihm sein Unglück passierte. Würde man alle am K2 verunglückten Menschen zählen, wäre die Todesrate also noch einmal um vieles höher – die toten einheimischen Träger werden sowieso immer ignoriert. Stellt sich die Frage: Warum wollen Menschen da immer noch hinauf? Der englische Bergsteiger George Mallory hat auf die Frage, warum er den Mount Everest besteigen wolle, einmal geantwortet: „Weil er da ist!“ Seine Leiche wurde 1999 auf über 8000 Metern am Everest gefunden. Seit Sommer 1924 war Mallory dort oben verschollen, ob er oder sein Kamerad davor den höchsten Berg der Welt erreicht haben, ist bis heute Anlass für Spekulationen.

Messner hat die Latte hoch gelegt

Weil der K2 da ist! – Das Argument gilt in besonderer Weise natürlich auch für die österreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. Für die Oberösterreicherin ist der K2 das „missing link“: Der zweithöchste Berg der Welt ist der 14. und letzte Achttausender, der ihr in ihrem Gipfelbuch noch fehlt. Mit seiner Besteigung wäre sie zwar „nur“ die dritte Frau, die alle Achttausender bestiegen hat, aber sie wäre die erste Frau, der das auch ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff, also „by fair means“ gelungen ist. Und mag man es auch in anderen Regionen der Welt damit nicht so genau nehmen – in Österreich, Deutschland, der Schweiz und mit Einschränkungen in ganz Europa hat Reinhold Messners 1986 abgeschlossene Besteigung aller „Großen 14“ ohne künstlichen Sauerstoff die Latte hoch gelegt. Wer seither als Höhenbergsteiger/in bei Werbe- und Sponsoraufträgen erfolgreich sein will, muss sauber, sprich ohne Sauerstoffflaschen am Rücken, bleiben und selbstverständlich in irgendeiner Form der oder die Erste sein.

So wie es auch Fredrik Ericsson versucht hat. Der 33-jährige Skilehrer wollte von den drei höchsten Bergen der Welt mit Skiern abfahren – als Erster. Im Vorjahr ist er am K2 gescheitert. Hätte er dieses Mal Erfolg mit Aufstieg und Abfahrt gehabt und wären ihm auch seine „Skitouren“ auf die beiden anderen höchsten Gipfel geglückt, sein eigentliches Projekt hätte danach erst begonnen: alle 14 Achttausender mit Skiern – natürlich wieder als Erster!

Die erste Besteigung des K2 versuchte 1902 eine kleine britisch-österreichische Expedition. Mit dabei auch ein Enfant terrible seiner Zeit, der für seine ausschweifenden Drogen- und Sexpraktiken bekannte Okkultist Aleister Crowley – der neben Jenseitigem diesseits ein exzellenter Bergsteiger war. Die Expedition kam nicht höher als 6600 Meter. Grund dafür war die falsche Routenwahl. Mit einem Revolver drohend soll Crowley seinem Ärger darüber Luft gemacht haben.

1909 machte sich eine nicht minder illustre italienische Runde unter der Leitung von Luigi Amadeo di Savoi, dem Herzog der Abruzzen, daran den K2 zu besteigen. Die Expedition erkannte den Südostgrat als den besten Weg zum Gipfel. Eine Einschätzung, die auch heute noch gilt. Auch Gerlinde Kaltenbrunner versuchte ihren Aufstieg über den Abruzzi-Grat. Der namensgebende Herzog hatte aber nach seinem gescheiterten Versuch pessimistisch vorausgesagt: „Wenn jemals ein Mensch seinen Fuß auf das kristallene Haupt des K2 setzt, so wird das nie ein Alpinist, sondern eher ein Flieger sein.“

Mit der Abruzzen-Expedition war jedenfalls der italienische Besitzanspruch auf den K2 festgelegt. So wie die Engländer den Mount Everest und die Deutschen den Nanga Parbat für sich beschlagnahmten, so wurde der K2 zum Wohl und Wehe des italienischen Nationalstolzes. Im Wettkampf mit US-Expeditionen schafften Achille Compagnoni und Lina Lacedelli 1954 den Gipfelsieg für Rom. Der italienische Expeditionsleiter verkündete, dass der Erfolg ihnen dazu verhelfen werde, in der ganzen Welt als die „Sieger ihrer Rasse“ begrüßt zu werden und dass „euer Ruhm euer ganzes Leben währen wird und noch lange, nachdem ihr tot seid“. Für Compagnoni war der Tod bereits beim Abstieg vom Gipfel näher als das Leben: Er stürzte dreimal und blieb nur mit viel Glück unverletzt. Auch am nächsten Tag rutschte er 200 Meter den Berg hinab und kam erst im allerletzten Moment in einer Schneeverwehung zum Stillstand.

Mitleidlose Anarchie

Bereits beim Erstbesteiger fehlte also nicht viel, und er wäre nicht bei den Gipfelsieg-Feiern, sondern in einer Felsspalte unterhalb des Gilkey-Felsens gelandet. Der Platz ist nach einem der ersten Opfer des K2 benannt und dient als Bergsteigerfriedhof nahe des Basislagers – für jene Toten, die geborgen werden. Fredrik Ericsson, das jüngste Opfer, und viele andere bleiben dort liegen, wo sie der Berg hingeworfen hat. Wie unerbittlich die Verhältnisse in diesen Höhen sind, verdeutlicht auch eine Szene auf über 8000 Metern Höhe während der K2-Tragödie 1986, bei der fünf Bergsteiger ums Leben kamen, geschildert in „Licht und Schatten am K2“ von Gertrude Reinisch und Willi Bauer: „Willi stapft zurück zum Zelt und zieht den Daunenschlafsack von Julies Körper. Dann rüttelt er Fredl und Hannes wach:, Die Julie ist tot, ihr müsst mir helfen, sie hinauszubringen. Kommt, helft mir doch!‘, Ach lass sie doch liegen, dann kann ich mich gut anlehnen‘, meint Fredl., Bist du verrückt geworden?‘ reagiert Willi entrüstet., Fredl hat recht‘, träumt Hannes vor sich hin., Lass Julie doch da. Wir legen sie auf den Boden. Dann kann ich mich auf sie drauflegen und bin nicht so nahe beim Eis. Es ist so kalt.‘“

Kalt, menschenfeindlich, tödlich … Reinhold Messner hat einmal geschrieben: „Der Berg ist eine archaische Welt, da gibt es keine Regeln. Die machen wir uns selber, wenn wir hinaufsteigen.“ Bleibt umso mehr die Frage „Warum machen die das?“ Messners Antwort: „Bergsteigen – ich zitiere Gottfried Benn – ist der Widerstand gegen den herausgeforderten Tod. Wir wissen sehr wohl, dass wir dabei umkommen können, und wir setzen trotzdem alles ein, was wir an Energie haben, an Zeit, an Mitteln, um diesen Wunsch zu realisieren.“