Was Frauen wollen
FOKUS
Eva Blimlinger: „Frauen überholen Männer zurecht“
Eva Blimlinger erinnert sich gut an den Moment, als die Frau dem Mann laut Gesetz nicht mehr „untertan“ war. Die ehemalige grüne Nationalratsabgeordnete setzt sich zeitlebens für Frauenrechte ein, etwa als Gleichbehandlungsbeauftragte der österreichischen Rektorenkonferenz. Mit der FURCHE sprach sie über Wahlfreiheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und „benachteiligte“ Burschen.
DIE FURCHE: Sind Sie Feministin?
Eva Blimlinger: Selbstverständlich, schon seit meiner Schulzeit. Geprägt hat mich meine Klassenvorständin Fritzi Stiedl. Wir Schülerinnen in einem wirtschaftskundlichen Zweig meinten, dass eine Frau zuhause bleiben soll, wenn sie das will. Unsere Lehrerin konterte: Wenn ich finanziell abhängig bin und mein Mann mich verlässt, stehe ich allein und ohne Berufsausbildung da. Echte Wahlfreiheit gibt es nicht.
DIE FURCHE: Wie nahe sind wir an einer gleichberechtigten Gesellschaft?
Blimlinger: In Mitteleuropa sind wir in manchen Bereichen schon weit. Mehr als die Hälfte der Studierenden ist weiblich, 1980 war es ein Viertel. Bei den Professorinnen sind es aber nur 30 Prozent, wobei es 1991, als ich Gleichbehandlungsbeauftragte in der österreichischen Rektorenkonferenz wurde, nur 1,9 Prozent waren. Bei der katastrophalen Ausgangssituation ist das eine gute Entwicklung. Am Ziel sind wir aber noch lange nicht.
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