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Claudia Plakolm: „Wir müssen strenger werden“
Claudia Plakolm gilt als eine der letzten Verbliebenen der türkisen ÖVP von Sebastian Kurz – und nicht wenigen als Zukunftshoffnung ihrer Partei. In der aktuellen Regierung erhielt die 30-jährige Oberösterreicherin erstmals einen Ministerposten und verantwortet nun jene Agenden, um die sich die großen „Kulturkämpfe“ der Gegenwart drehen: Integration, Familie, Religion. DIE FURCHE hat mit ihr im Bundeskanzleramt gesprochen.
DIE FURCHE: Frau Ministerin, beginnen wir mit einem Blick in die USA, wo nach der Ermordung des ultrarechten evangelikalen Influencers und Trump-Unterstützers Charlie Kirk die Situation sehr aufgeheizt ist. Wie ordnen Sie das ein?
Claudia Plakolm: Ich finde es verstörend, dass in den USA, aber auch in anderen Teilen der Welt, der Tod eines Menschen gefeiert wird. Egal wie man inhaltlich zu ihm und seiner Meinung stehen mag: In einer Demokratie ist die Meinung des anderen zu akzeptieren, ob uns das jetzt gefallen mag oder nicht. Wenn wir in die Situation kommen, dass nur noch Extreme bestimmen dürfen, Linke oder Rechte, in dem Fall Linke, was eine „gute Meinung“ ist, dann geben wir eines unserer höchsten Güter auf, nämlich die Meinungsfreiheit.
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