Assistierter Suizid - Das Foto zeigt Hände die ältere, faltige Hände liebevoll nehmen. - © iStock/Motortion

Assistierter Suizid: Gefahr durch nicht retournierte Betäubungsmittel?

Theoretisch ist der assistierte Suizid klar geregelt, praktisch fehlt es an Kontrolle. Die Österreichische Palliativgesellschaft berichtet von nicht gezählten Betäubungsmitteln und überforderten Angehörigen.

Werbung
Werbung
Werbung

Über 200 assistierte Suizide hat es in Österreich schon gegeben. Doch wer etwas über ihre Gründe oder etwaige Komplikationen wissen will, hat ein Problem: Denn anders als die Schweiz oder die Niederlande führt Österreich keine staatliche Dokumentation.

Um diese Lücke zu schließen, sammelt die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) auf ihrer eigenen Plattform ASCIRS freiwillige Berichte von Angehörigen und Fachpersonal. ASCIRS-Verantwortliche Angelika Feichtner und Palliativärztin und OPG-Präsidentin Gudrun Kreye über nicht dokumentierte Betäubungsmittel und alleingelassene Familien.

Auf FURCHE-Anfrage gab das Gesundheitsministerium eine erste Stellungnahme zu dieser Kritik: So fehle „derzeit noch eine systematische und bundesweit vergleichbare Datengrundlage, um Entwicklungen nachvollziehbar zu monitoren“, zum Beispiel „im Umgang mit nicht verwendenten Medikamenten“. Es sei daher geplant, unter anderem gemeinsam mit relevanten Expertinnen und Experten eine Lösung zu entwickeln. Das ganze Statement des Ministeriums finden Sie am Ende des Interviews.

(Lesen Sie hier auch die Geschichte des 21-jährigen Samuel, der schwerst an ME/CFS erkrankt ist und deshalb seinen assistierten Suizid angekündigt hat.)

Ein Thema. Viele Standpunkte. Im FURCHE-Navigator weiterlesen.

FURCHE-Navigator Vorschau
Werbung
Werbung
Werbung