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Wasserbankrott und Klimakrise: Trotz allem „kämpferische Hoffnung“
Ein „Zeitalter des globalen Wasserbankrotts“ dämmert herauf: So beschreibt es ein aktueller Bericht der UNO. Begriffe wie „Wasserkrise“ oder „Wasserknappheit“ würden die Realität an vielen Orten nicht mehr widerspiegeln, weil sie potenziell reversible Zustände suggerierten, heißt es im Studien-Report der Universität der Vereinten Nationen in Kanada. Mittlerweile aber gebe es unumkehrbare Verluste bei den weltweiten Süßwasser-Reserven. Viele wichtige Wassersysteme sind demnach tatsächlich bankrott.
Rund drei Viertel der Menschheit leben in Ländern, die als „wasserunsicher“ oder „kritisch wasserunsicher“ gelten. Vier Milliarden Menschen sind mindestens einen Monat pro Jahr schwerer Wasserknappheit ausgesetzt. Nötig sei jetzt eine „ehrliche Reaktion“, so die Studienautoren: also „Insolvenz- statt Krisenmanagement“. Ursachen der Wassermisere sind u.a. Grundwasserverschmutzung, Übernutzung von Ressourcen, Entwaldung und Umweltverschmutzung – all das noch verschärft durch die globale Erwärmung.
Die letzte Weltklimakonferenz in Brasilien (2025) war – wieder einmal – enttäuschend und unzureichend, um das Fortschreiten der Erderhitzung rasch zu stoppen. 2015 haben sich die Staaten in Paris geeinigt, die Erhitzung der Atmosphäre und Meere zu begrenzen, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern.
Neue Overshoot-Phase
Gut zehn Jahre später sind die globalen Emissionen der Treibhausgase auf einem Höchststand. Das Kohlenstoffbudget, um die Temperaturziele einzuhalten (1,5 Grad Celsius) ist aufgebraucht. Wir befinden uns ab nun in einer neuen, sogenannten „Overshoot“-Phase – und nähern uns dadurch Kippunkten, die unumkehrbare Veränderungen verschiedener ökologischer Systeme auslösen.
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