#

Energie: Was uns treibt

Galileo Galilei - © Foto: iSotck/Photos.com
Gesellschaft

Energie der Begegnung: Über die Meta-Physik der Kraft

1945 1960 1980 2000 2020

Wie das Phänomen der „Energie“ entdeckt wurde. Und wie die Energie der Materie mit jener der menschlichen Begegnung und Kommunikation zusammenhängt. Eine Zeitreise durch die Physikgeschichte – und ein Plädoyer für mehr Ganzheitlichkeit.

1945 1960 1980 2000 2020

Wie das Phänomen der „Energie“ entdeckt wurde. Und wie die Energie der Materie mit jener der menschlichen Begegnung und Kommunikation zusammenhängt. Eine Zeitreise durch die Physikgeschichte – und ein Plädoyer für mehr Ganzheitlichkeit.

Der Begriff „Energie“ wird heute in vielfältigster Weise verwendet – ohne dass klar ist, was er eigentlich vermitteln soll. In der Physik wurde er erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt und definiert. Dabei wurde aber ein großer Teil seiner ursprünglichen Bedeutung ausgeklammert. Wenn wir diesen Teil nicht vernachlässigen wollen, müssen wir ihn in durchdachter Weise in unsere Gesprächskultur zurückbringen. Folglich lohnt sich ein Blick zurück.

Es war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, mitten im Dreißigjährigen Krieg – also einer Zeit der Verwüstungen und der Trostlosigkeit –, als die naturwissenschaftliche Methode begründet wurde. Galilei, Descartes und Kepler waren die herausragenden Köpfe, denen wir den „Denkrahmen des Abendlandes“ verdanken:

  • Galilei forderte, alles zu messen, was messbar sei, denn Messwerte können zwar korrigiert werden, aber nicht in kriegerischer Weise.
  • Descartes forderte, jedes Problem in die kleinsten Teile zu zerlegen, um es besser zu verstehen. Darüber hinaus meinte er, durch sein „Ich denke, also bin ich“ gezeigt zu haben, dass die Welt aus Materie und Geist besteht und sonst nichts.
  • Kepler schließlich fand das erste große Naturgesetz: „Die Bahnen der Planeten sind Ellipsen.“ Als Ursache dafür nannte er den Willen Gottes, der damit die Harmonie der Welt zum Ausdruck bringen wollte.

Aber gerade um die „richtige“ Interpretation des Willens Gottes wurde ja der große Krieg geführt, also musste Kepler korrigiert werden. Es war Newton, der in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts den Denkrahmen der Naturwissenschaft vollendete, indem er eine vom Willen Gottes unabhängige Ursache (er)fand: die Schwerkraft.