Trump und Selenskyj - Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj im Gespräch im Weißen Haus - © Foto: APA / AFP / Ukrainian Presidential Press Service
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Von Washington bis Israel: Friedrich Merz, der Bundesaußenkanzler

Friedrich Merz setzt außenpolitische Akzente: Mit klarer Haltung zu Israel und Ukraine sowie einem Draht zu Donald Trump positioniert sich der Kanzler als risikofreudiger, aber polarisierender Player auf internationalem Parkett.

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Diplomatie ist nicht die große Stärke des deutschen Bundeskanzlers Merz. Er ist stolz darauf, auch undiplomatischen Klartext zu reden. Wenn er sich etwa zur Aussage hinreißen lässt, Israel mache mit der Bombardierung der iranischen Atomanlagen „die Drecksarbeit für die westlichen Verbündeten“. Auf Kritik reagiert er mit stolzem Trotz im Stil von „ich ziehe meine Linie notfalls alleine durch“.

Der Mut, ins Risiko zu gehen, fehlt Merz jedenfalls nicht. Das kann man bewundern. Oder, wie Kritiker, von mangelnder Impulskontrolle und Beratungsresistenz sprechen. Dass sich Merz vorgenommen hat, seine politischen Schwerpunkte auf die Außenpolitik zu verlagern, wird deshalb mit großem Interesse verfolgt. Zumal er sich auf zwei verminte Themenfelder konzentriert: Israel und dessen Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Bei letzterem konnte Merz jetzt einen Erfolg verbuchen. Als Transatlantiker ist es ihm gelungen, einen guten Draht zu Trump aufzubauen. Es war ein symbolträchtiger Geleitschutz, den der deutsche Kanzler gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Staatschefs sowie EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und NATO-Chef Rutte dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei dessen Besuch in Washington am Montag gegeben hat. In größter Sorge organisiert, nachdem sich Trump wenige Tage zuvor bei dem für ihn blamabel devoten Treffen von Putin vor den Augen der Weltöffentlichkeit um den Finger wickeln ließ.

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