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"Rasse": Das brandgefährliche Wort

Biologie - © Illustration: iStock/pressureUA (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)
Gesellschaft

Abschied von der "Rasse": Jeder Mensch ist einzigartig

1945 1960 1980 2000 2020

Da die Einteilung in Rassen die Vielfalt der Menschen nicht erfassen kann, ist sie naturwissenschaftlich nicht brauchbar. Der Begriff der Menschenrasse erweist sich vielmehr als gefährlich.

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Da die Einteilung in Rassen die Vielfalt der Menschen nicht erfassen kann, ist sie naturwissenschaftlich nicht brauchbar. Der Begriff der Menschenrasse erweist sich vielmehr als gefährlich.

Wenn die Existenz von ­Menschenrassen infrage gestellt wird, dann wird oft entgegnet, dass es schließlich auch Hunderassen und Hühnerrassen gibt. Man solle dasselbe beim Menschen nicht abstreiten, da man Unterschiede genauso gut sehen kann wie bei Hunden und Hühnern.

Zuchtkriterien

Biologisch gibt es zwischen den Rassen der Haustiere und den Gruppen, die man als Menschenrassen unterscheiden möchte, einen wesentlichen Unterschied: Die Rassen der Haustiere sind vom Menschen nach engen Rassekriterien herausgezüchtet worden. Diese Kriterien betreffen die Körpermaße, Aussehen und Verhalten. Die Merkmale dürfen eine definierte Toleranzgrenze nicht überschreiten. Andernfalls werden die Individuen nicht zur Weiterzucht herangezogen. Zuchtkriterien gibt es in der übrigen Natur nicht, weder bei Pflanzen noch bei Tieren – und also auch nicht beim Menschen.