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Mut zur Angst

Corona Covid Panik - © Illustration: Florian Zwickl
Gesellschaft

Medien über Corona: Zwischen Panikmache und Aufklärung

1945 1960 1980 2000 2020

Corona in den Medien: "Welt-Virus-Krise“, „Der unsichtbare Feind“, „Corona-Crash“ – gefühlt wird dieser Tage die Apokalypse verkündet. Warum diese Untergangsszenarien? Eine Annäherung an ein mediales Phänomen.

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Corona in den Medien: "Welt-Virus-Krise“, „Der unsichtbare Feind“, „Corona-Crash“ – gefühlt wird dieser Tage die Apokalypse verkündet. Warum diese Untergangsszenarien? Eine Annäherung an ein mediales Phänomen.

Wie mit dem Coronavirus umgehen? Eine Herausforderung, der sich auch die Medien stellen müssen. Welche Art der Berichterstattung dient der Aufklärung und der Information – und wo fängt Panikmache an? Ein Blick auf die Schlagzeilen von Qualitätsmedien zeigt, wie sehr die Grenzen innerhalb dieser Causa zu verschwimmen scheinen. So titelte Der Standard vergangene Woche: „Die Welt gegen das Virus“. Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel ging mit der Cover-Story „Welt-Virus-Krise“ in Druck.Indes bezeichnete Die Zeit den neuartigen Erreger als „Der unsichtbare Feind“. Die Presse fragte auf Seite eins: „Werden die Medikamente knapp?“ und die Wiener Zeitung vermeldete: „Wiener Corona-Fälle lösen Krisenmodus aus“.

Klar wird: Ein echter Kontrast zum Boulevard ist bei diesem Wording nicht wirklich zu identifizieren. Österreich bezeichnete den Stand der Dinge als „Die totale Corona-Panik“ und die Bild-Zeitung warnte auf ihrer Homepage: „Kein Notfallplan gegen Corona-Crash“. Was auf den ersten Blick auffällt: Begriffe wie „Krise“, „globale Bedrohung“, „Angst“ scheinen sich in der Berichterstattung zum Coronavirus etabliert zu haben – und zwar quer durch alle Qualitätsniveaus der Medien hindurch.