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Immer wieder: Jung kontra Alt

Unsere Zeit ist gekennzeichnet durch einen radikalen Umbruch in allen Bereichen des Lebens, wie er in dieser Intensität und in dieser Geschwindigkeit bisher wohl nie vorgekommen ist. Am auffälligsten sind wahrscheinlich die technischen Änderungen, aber stärker auf den Generationenkonflikt, von dem hier die Rede sein soll, wirken sich die wirtschaftlichen Umstellungen aus. Die ältere Generation ist noch in einer Wirtschaft des Sparens und des Erhaltens aufgewachsen, die jüngere kennt nur noch die Wirtschaft des Ausgebens und des Verbrauchens. Heute hat die Jugend oft mehr Geld zu ihrer freien Verfügung als die ältere Generation — was es bisher wohl nie gegeben hat. — Die Ansichten über Erziehung, die Unterrichtsmethoden haben sich grundlegend geändert, darüber, was Kunst ist, bestehen arge Meinungsverschiedenheiten, und sogar das kirchliche Leben, das jahrhundertelang gleich geblieben war und das für große Teile der Bevölkerung eine strenge Richtschnur des Lebens überhaupt gewesen war, hat sich geändert und ist noch in ständigem Umbruch begriffen.

Pragmatismus die herrschende Philosophie

All das hat auch die Weltanschauung, die philosophische Grundhaltung unserer Zeit geändert. Von früheren Epochen wird behauptet, sie seien durch die jeweilige herrschende philosophische Richtung geformt worden, heute kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, daß die wirtschaftliche Entwicklung die Philosophie bestimmt. Sucht man nach einer beherrschenden Philosophie unserer Zeit, so ist sie vielleicht weniger der Existenzialismus als vielmehr ein allgemeiner Pragmatismus. Dieser Pragmatismus macht es so schwer, Parteiprogramme zu entwickeln oder Unterschiede in den „Programmen” der verschiedenen Parteien zu erkennen: sie sind nicht viel mehr als pragmatische Arbeitsgrundlagen. Der Unterschied liegt höchstens in den Parteidoktrinen, an die aber niemand recht glaubt, die alle von gestern sind und mit denen auch die tatsächlich gemachte Politik nicht übereinstimmt.

Soziologie und Statistik sind die Liebkinder unserer Zeit. Normen und Maßstäbe im Zusammenleben der Menschen entspringen nicht mehr allgemein anerkannten Grundsätzen, sondern werden jeweils auf Grund statistischer Erhebungen über den gegebenen Zustand erstellt.

Auch die unglaublich schnellen und grundlegenden Veränderungen der sozialen Verhältnisse haben weitreichende Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen und der Generationen.

Moralische Normen und ethische Grundsätze, die seit Jahrhunderten wirksam waren, werden nicht mehr beachtet, ja sind in vielen Fällen nicht mehr bekannt.

Ganz allgemein kann man sagen, daß die alten Autoritätsverhältnisse weitgehend aufgehoben sind. Am ehesten findet man noch dort echte Autorität, wo es auf persönliche Leistung ankommt und auf persönlichen Einsatz. Vielen fällt es aber schwer, selbst diese Autorität anzuerkennen, gerade weil sie selbst nicht fähig sind, diese Leistungen zu vollbringen, lehnen sie sie als wertlos ab.

Von all diesen Veränderungen wird aber nicht nur die jüngere Generation betroffen, auch die ältere muß damit fertig werden, muß dazu Stellung nehmen. Viele Gegensätze laufen quer durch die Generationen, sie stellen nicht eine Trennungslinie zwischen den Generationen dar. So gibt es Jugendliche, die konservativer sind als viele Erwachsene, die Autoritäten anerkennen, die von Erwachsenen nicht mehr beachtet werden usw. Die grundlegenden Änderungen in unserer Zeit betreffen also nicht nur die jüngere Generation, sie können also nicht als Kriterium für eine Verschärfung des Generationenkonfliktes maßgebend sein.

Gibt es aber speziell für unsere Zeit typische Konflikte zwischen den Generationen?

Die ältere Generation hat vielleicht den Fehler gemacht, den Jüngeren keine Befugnisse abzutreten, sie nicht nachrücken zu lassen — vielleicht eine Erscheinung, die nicht neu ist, die aber vor allem im politischen Leben in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu bemerken war. Während aber sonst die jüngere Generation nach vorne drängte, will sie heute die Verantwortung möglichst lange hinausschieben. Die Studienzeit wird von vielen über Gebühr ausgedehnt — der Vater soll noch zahlen, „ich will noch ein paar schöne Jahre haben”. Auslandsstipendien werden angestrebt, nicht um sich weiterzubilden, sondern weil man noch ein bequemes Jahr haben möchte u. ä. Typisch scheint für unsere Zedit die Vorliebe für das Nichtstun, das „Nichts- Vorhaben”, während es sonst ein Zeichen der Jugend war, voller Pläne zu stecken.

Gern pocht die jüngere Generation auf ihre (oft nur vermeintlichen) Rechte, übersieht dabei aber, daß Rechten auch immer Pflichten entsprechen.

Die spezifischen Konflikte der Zeit

Einerseits kann man bei der Jugend eine starke Akzentverschiebung vom Rationalen auf das Emotionale feststellen, und das nicht nur in der Kunst — es ist bequemer, sich Empfindungen, Stimmungen hinzugeben, als sein Verhalten oder seine Zustimmung oder Ablehnung begründen zu müssen. (Ein Kunsterzieher erklärte dem Vater eines Schülers das Zustandekommen von „Arbeiten” in seinem Unterricht so: der Schüler braucht ja nur einen Kleks fallen zu lassen, und es ist schon etwas.)

Auf der anderen Seite bemerkt man bei der jüngeren Generation eine stark berechnende Haltung gegenüber ihren Mitmenschen. Unter den Altersgenossen ist aus Freundschaft Partnerschaft geworden, gegenüber der älteren Generation ist eine Art geschäftlicher Beziehung eingetreten.

Auf dem Gebiet des Sexuellen treffen die Zustände, wie sie in manchen Illustrierten geschildert werden, nicht auf so viele junge Menschen zu, als man nach diesen Publikationen glauben könnte. Schlimm ist, daß heute Sex und Beruf weitgehend verquickt sind. Was sich auf Betriebsausflügen, bei sogenannten Kameradschaftsabenden oder Betriebsfeiern in dieser Hinsicht abspielt, kann nicht beschrieben werden. Besonders die weibliche Jugend weiß heute, daß Sex ein Mittel im beruflichen Weiterkommen ist, und sie setzt diese Post berechnend und raffiniert ein.

Bedauerlich ist, daß hinter dieser Haltung leider vielfach das Geschäft steckt. Es ist absolut neu, daß sich eine eigene Industrie ausschließlich für die jüngere Generation entwik- kelt hat. Nicht nur eine eigene Mode, auch eigene Zeitschriften, eigene Schallplatten, eigene Reisebüros sind in den letzten Jahren entstanden und haben ein gutes Geschäft gemacht. Es wäre nichts an eigenen Institutionen für die Jugend auszusetzen, wenn sie nicht ausdrücklich Front machten gegen die ältere Generation — aber das müssen sie tun aus Reklamegründen, denn sie leben nicht von der Eigenart der Jugend (was gute Jugendzeitschriften schon immer taten), sondern vom Gegensatz zu den anderen, von der Absonderung von den Älteren. Dieses Geschäft zieht also aus dem Gegensatz der Generationen seinen Profit, es muß daher trachten, ihn möglichst scharf erscheinen zu lassen.

Zu allen Zeiten hat die Jugend gerne Front gegen etwas gemacht, sie hat gerne einen Gegner gesucht. Heute betrachtet sie gewisse Bereiche so sehr als ihr Eigen, daß sie es der älteren Generation verwehrt und übel nimmt, wenn diese versucht, Einblick und Verständnis dafür zu gewinnen. Würde sich ein Fünfzigjähriger für Beat-Musik interessieren, wäre das für die junge Generation nicht ein Zeichen dafür, daß er sich bemüht, Verständnis für ihre Unterhaltungen zu suchen, sondern sie würden Ihn als Eindringling ablehnen, als Spion verachten.

Im Grunde ist auch diese Haltung nicht neu. Die Volkskunde und die Völkerkunde zeigen genug Fälle auf, daß es den Erwachsenen verwehrt war, Einblick in Jugendbünde zu gewinnen. Ein wesentlicher Unterschied ist aber der, daß diese Bünde von Jugendlichen selbst geleitet und geformt wurden, während heute geschäftliche Manager dahinterstek- ken.

Wir haben also festgestellt: Ob der Generationenkonflikt heute stärker und tiefer ist als früher, läßt sich nicht entscheiden. Sicher ist, daß es neue Konfliktsbereiche gibt, daß also der Konflikt qualitativ sich verändert hat, vielleicht sogar erweitert. Zugleich aber trennen die Gegensätze nicht immer die Generationen, sondern gehen quer durch sie hindurch. Wesentlich neu scheint zu sein, daß der Generationenkonflikt so sehr in der Öffentlichkeit ausgetragen wird, wobei aber der Verdacht besteht, daß dahinter vielfach geschäftliche Interessen stehen. Durch die lautstarke Propagierung werden beide Seiten erst auf wirkliche oder vermeintliche Konflikte aufmerksam gemacht und zu einer Trotzhaltung veranläßt.

Das Gespräch ist schwierig geworden

Muß man über diesen Konflikt besorgt sein? Jeder Konflikt gibt Anlaß zu Sorge. Zugleich kann man sagen, daß die Sorge in dem Ausmaß verringert wird, als man den Konflikt gedanklich erfaßt und richtig einschätzt.

Kann der Gegensatz zwischen den Generationen durch das Gespräch zwischen den Generationen behoben werden? Wohl kaum. Wie gezeigt wurde, beruht der Konflikt vielfach auf naturgegebenen Gegensätzen, die auch durch ein Gespräch nicht beseitigt werden können. In diesem Bereich ist der Konflikt auch kaum gefährlich — er ist nichts anderes als ein natürlicher Anpassungsvorgang. Ist ein Gespräch also überflüssig? Keineswegs. Solange Gegner noch zu einem Gespräch bereit und fähig sind, kann es zu keiner Katastrophe kommen. Fatal wird die Lage erst dann, wenn es kein Ge spräch mehr gibt oder keines mehr möglich ist.

Es wird heute viel vom „Dialog” geredet, und doch kommt selten einer zustande, offenbar, weil die Voraussetzungen dazu fehlen, weniger der Wille.

Erste und wichtigste Voraussetzung für ein Gespräch ist die sprachliche Verständigungsmöglichkeit, der eine muß die Sprache des anderen verstehen — und das ist schwieriger, als man glaubt. Es kommt vor, daß Gesprächspartner einander nicht verstehen, obwohl sie fast die gleichen Worte gebrauchen, doch jeder meint damit etwas anderes. Oft möchte man als Dolmetsch einsprin- gen, wenn man merkt, wie die Leute aneinander vorbeireden. Nicht nur bei uns, in allen Sprachen greift eine entsetzliche Sprachverwilderung und Sprachverarmung um sich. Eine unklare, verschwommene, klischeeartige Ausdrucksweise macht die Verständigung schwer. Unklare Ausdrücke sind der Beweis für unklare Begriffe. Ohne Übereinstimmung in den Begriffen kann man nicht diskutieren.

Zu einem fruchtbaren Gespräch gehört also zunächst eine ordentliche Sprachregelung. Man muß sich darüber einigen, wie man die Begriffe auffaßt und wie man sie bezeichnet.

Nicht alle Menschen sind geeignet, das Gespräch zwischen den Generationen zu führen. Von seiten der älteren Generation können es nur reife, ausgeglichene Persönlichkeiten tun, die dynamisch genug sind und ein offenes Herz für die Jugend haben. Sie brauchen nicht durchaus von einer erzieherischen Aufgabe durchdrungen zu sein, ihre Wirkung ist am stärksten, wenn sie natürliche, gefestigte Persönlichkeiten sind. Sie dürfen auch keinen Neid auf die Jugend haben, Neid, weil sie selbst nicht mehr jung sind, oder Neid, weil die Jugend heute viele Vorteile genießt, welche die Älteren nicht kannten. — Auch von der jüngeren Generation ist nicht jeder zu einem Gespräch geeignet. Boshafte Revoluzzer und Maulreißer sind keine Gesprächspartner.

Ungemein wichtig ist aber, daß sich die Gesprächspartner aufeinander abstimmen können. Mancher Erwachsene kann auch mit einem schwierigen Jugendlichen ein fruchtbares Gespräch führen, mit dem zu reden für einen anderen sinnlos oder gar schädlich wäre. Darin liegt ja wohl auch eine Ursache für viel Konflikte zwischen jung und alt, daß manche Ältere von der Jugend nicht anerkannt werden, auch wenn sie sich noch sehr um sie bemühen. Vielleicht kommen sie der Jugend zu weit entgegen, und das wird falsch aufgefaßt.

Möglichkeiten zum Dialog

Jedes Gespräch setzt auch ein Mindestmaß an Vertrauen zueinander voraus. Man muß dem anderen wenigstens den guten Willen zubilligen.

Es ist ein Zeichen unserer Zeit, daß man vieles, was es zu allen Zeiten gegeben hat, als erstmalig betrachtet. Das kommt wohl daher, daß wir in einem so allgemeinen Umbruch leben, daß man oft glaubt, überall an einem neuen Beginn zu stehen. So ist es auch mit dem Gespräch zwischen den Generationen. Das hat es doch immer gegeben. Es ist doch schon ein Gespräch zwischen den Generationen, wenn der Vater mit dem Sohn spricht, der Lehrer den Schüler unterweist, der Priester den Gläubigen lenkt, Meister und Geselle die Arbeit besprechen. Und doch ist es heute vielleicht notwendiger als je, das Gespräch zwischen den Generationen zu pflegen, schon allein deswegen, weil ja der Generationenkonflikt künstlich aufgebauscht wird, und es daher gut wäre, wenn gelegentlich mäßigende Worte fielen. Seit der Generationenkonflikt zur öffentlichen Angelegenheit wurde, muß er wohl auch öffentlich behandelt werden.

Der Ort der Begegnung

Wo und wann kann dieses Gespräch stattfinden? Am natürlichsten und zweckmäßigsten dort, wo die Generationen einander begegnen.

In der Familie käme es darauf an daß es noch eine richtige Standortbestimmung für die einzelnen Glieder der Familie gibt. Der Vater sollte noch Vater sein, die Mutter Mutter. Dann ergibt sich der Standort der Kinder von selbst, und auch das Gespräch. Wobei ein Gespräch durchaus nicht immer in Worten geführt werden muß. Beispiel und Vorbild können viel deutlicher reden.

Es ist bedenklich, daß der Generationenkonflikt heute vielfach gerade in der Schule aufbricht, obwohl die moderne Pädagogik so sehr auf das Gespräch hinarbeitet. Vielleicht tut sie in dieser Hinsicht zuviel des Guten? Wahrscheinlich ist ein guter Unterricht noch immer die beste Erziehung. Weder die alte, starre Autorität noch ein zu großes Anbiedern und eine zu große Vergötterung des Schülers sind hier gut. Das Gespräch sollte sich vielmehr auf die Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff beziehen.

Im Berufsleben hat sich die Begegnung der Generationen stark geändert. Der Jugendliche ist so weitgehend geschützt, daß er viel mehr Rechte hat als der ältere Arbeitskollege. Nur noch wenige Jugendliche stehen in einem persönlichen Verhältnis zu ihrem Arbeitgeber, sie sind vielfach nur mehr Teil eines Kollektivs. So wird aber auch das Verhältnis der Generationen zu einem soziologischen Problem. Die Begegnung der Generationen erfolgt nicht mehr zwischen Individuen, sondern zwischen kollektiven Gruppen. Die Betriebe müßten in ihrem eigenen Interesse sehr darauf bedacht sein, fähige und begabte Führungskräfte zur Betreuung und Lenkung ihrer jüngeren Mitarbeiter einzusetzen. Der Kontakt und das Gespräch wird wohl am besten und fruchtbarsten bei solider und sachlicher Berufsausbildung und Arbeitslenkung erfolgen. Wenn der Jugendliche im Älteren die berufliche Autorität anerkennen muß, dann wird er ihn auch in anderen Bereichen schätzen und respektieren. Die Verantwortung der älteren Arbeitskollegen ist riesig groß, leider sind sie oft nicht imstande, das richtig einzuschätzen.

Die Jugendverbände

Ein Teil der Jugend ist in wohlorganisierten Jugendverbänden zusammengeschlossen, in Jugendverbänden, die sich irgendein ideales Ziel gesetzt haben. In ihnen findet vielfach ein sehr ernstes und sehr fruchtbares Gespräch zwischen den Generationen statt. Faßt man das Generationenproblem als ein Problem des Überganges und der Anpassung auf, so kann man es nur begrüßen, daß sich diese jugendverbände selbst führen, man wird aber auch erkennen, daß sie einer behutsamen Lenkung durch die Erwachsenen bedürfen. Diese Lenkung soll nicht aufdringlich, aber wirksam sein.

Der beste Weg, wie die Erwachsenen Einfluß nehmen können, ist wohl das persönliche Gespräch mit einzelnen aus der Gruppe, die dort das nötige Ansehen genießen. Wenn man ernsthaft mit den Jugendlichen spricht, nehmen sie viele Gedanken und Haltungen an, die man ihnen sonst nicht beibringen könnte. Fruchtbar sind aber auch offene Gespräche mit der Gruppe, doch empfehlen sich dafür nicht so sehr Themen der Selbsterkenntnis als vielmehr sachliche Probleme. Dabei lernt die Jugend den Älteren wegen seiner sachlichen Überlegenheit schätzen. Sie fühlt sich angesprochen und für voll genommen.

An sich wären die Jugendverbände ein idealer Ort der Begegnung der Generationen. Wo die Gelegenheiten richtig genützt werden, bringen sie auch Erfolge. Es sei nur auf die Jugendparlamente hingewiesen.

Lebhaft und oft vehement flak- kert der Generationenkonflikt im Bundesheer auf. Diese Institution könnte ein idealer Ort der Begegnung der Generationen sein, doch allgemein wird bedauert, daß die gereifte Generation, der gereifte Offizier, so sterneweit vom Präsenzdiener entfernt ist und daß man selbst noch gar nicht ausgereiften Jünglingen den Einfluß auf die Neulinge überläßt. In dieser Institution wäre der Idealfall gegeben, daß die Bindeglieder zwischen den Generationen vorhanden wären, nur hält sich das eine Ende der Kette zuweit vom anderen entfernt.

Die Seelsorge hat eine kaum abzuschätzende Reichweite im Ausgleich der Generationen. Sie hat ihre eigenen Gesetze, sie ringt mit diesem Problem auf ihre Art. Darüber kann an dieser Stelle nicht geschrieben werden.

Eine Panikstimmung wegen des Generationskonfliktes wäre nicht am Platz, es handelt sich dabei nicht um eine Krise, sondern um eine natürliche Phase im Ablauf des Lebens. Sicher ist, daß der Gegensatz heute andere Formen aufweist als früher, daher wird man auch nach neuen Formen der Begegnung suchen.

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