Asyl, Gewalt, Politik: Das komplizierte Böse

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Der abscheuliche Mord an einer 13-Jährigen befeuert das ewige Reizthema Asyl. Statt politischer Pauschalierung oder Verharmlosung braucht es einen differenzierten Blick.

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Der abscheuliche Mord an einer 13-Jährigen befeuert das ewige Reizthema Asyl. Statt politischer Pauschalierung oder Verharmlosung braucht es einen differenzierten Blick.

Die Tat sorgte für Entsetzen: ein 13-jähriges Mädchen, unter Drogen gesetzt, missbraucht, ermordet und auf offener Straße wie ein kaputter Gegenstand entsorgt. Wer ist zu so etwas imstande?

Je nach politisch-ideologischer Beheimatung führen derlei Meldungen zu bestimmten Erwartungen: Die einen fürchten, dass der Täter sich womöglich als Asylwerber erweisen könnte – und damit bestehende Vorurteile bedient werden würden; die anderen erhoffen sich genau das – nicht zuletzt zur besseren Bewirtschaftung ihres politischen Geschäftsmodells. Erhärtet sich die jeweilige Befürchtung, laufen in den sozialen Medien eingeübte Prozesse ab: Während die einen ihre Warnungen vor dem „großen Bevölkerungsaustausch“ bestätigt sehen, sich in Generalisierungen ergehen oder das sofortige Aussetzen von Asylanträgen fordern, sprechen die anderen vom allgemeinen Phänomen „toxischer“ Männergewalt – und sehen schon die Erwähnung sozio-kultureller Hintergründe als Skandal.

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