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Gesellschaft

Der lange Atem der ENGAGIERTEN

1945 1960 1980 2000 2020
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Ich kann mich nur als Mensch einbringen und den Leuten durch gemeinsames Lachen eine Auszeit aus dem Alltag bescheren. (Silvia)

Die Idee ist, dass Menschen aus unterschiedlichen Bereichen etwas miteinander tun: Vorstände und Geflüchtete, Arbeitslose und Forscher. (I. Pervan-Al Soqauer)

Silvia ist eine der ersten heute. Noch bevor sich der Raum mit Gästen füllt, noch bevor der Tisch mit Kaffee, Kuchen und Knabberzeug gedeckt ist, hat die 60-Jährige schon Hand angelegt. Igor - wie sie selbst ein "Muttersprachler" und regelmäßiger Gast hier im "Freunde Café" - hat Schmerzen. Spontan nimmt sie seinen Arm, drückt sachte darauf und schließt die Augen. Helfen, wo sie kann, zupacken, wo es nötig ist: Für die pensionierte Shiatsu-Praktikerin ist das "einfach ganz normal".

Helfend eingesprungen ist die quirlige Wienerin schon immer: ob für eine besachwaltete Freundin, Kinder im Frauenhaus oder Flüchtlinge in Traiskirchen. "Ich bin halt noch in einem Umfeld aufgewachsen, in dem man nicht für jeden Handgriff hat zahlen müssen", sagt sie. Dass sie als Mädchen einmal miterlebte, wie ein dunkelhäutiger Mann im "Jonas-Reindl" am Schottentor schwerst beschimpft wurde, hat sie zudem geprägt.

Leichtigkeit statt Schwere

Heute ist Silvia für den Verein "Fremde werden Freunde" aktiv, der die Zivilgesellschaft fördern und Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkünfte bieten will. Ob Wandern oder Radfahren, ob Singen im "Voices of Refugees"-Chor, Deutschlernen im Sprachcafé oder Spielen im "Freunde Café": Die 60-Jährige ist häufig mit dabei.

Kein Helfersyndrom, sondern die "gute Stimmung" treibt sie regelmäßig in die Wiener Garnisongasse, wo der Verein seit Herbst 2017 seinen eigenen "Freunde Salon" betreibt: "Wir spielen und lachen viel", sagt Silvia. "Manchmal gibt es aber auch ernste Gespräche, dann muss man schauen, dass man von der Schwere wieder in die Leichtigkeit zurückfindet."

Stoff für ernste Gespräche gäbe es freilich genug -auch an diesem Freitagabend, an dem rund 20 Gäste kommen. Da wäre etwa die 26-jährige Esar, eine syrische Studentin englischer Literatur, die in Österreich Asyl erhalten hat und nun verzweifelt auf eine Lehrstelle als Optikerin wartet; oder der 25-jährige Ahmed, der gerade mit Entsetzen die Ereignisse im syrischen Ostghouta verfolgt. Er selbst hat Französisch studiert, bevor er als Sanitäter des "Roten Halbmond" in der Hölle von Aleppo zerfetzte Körper bergen musste. Im August 2014 konnte er schließlich fliehen und landete im Februar 2015 in Österreich, wo er acht Monate später Asyl erhielt. Heute durchläuft er einen Deutschkurs, möchte ehestens die Krankenpfleger-Ausbildung beginnen -und organisiert für "Fremde werden Freunde" das Sprachcafé.

Rund 150 Frauen und Männer sind derzeit für den Verein aktiv - Einheimische wie Geflüchtete. Dass die Begegnung stets "auf Augenhöhe" stattfindet, ist dabei essenziell, betont Geschäftsführerin Lisa Pölzl. "Wir wollen auch niemandem etwas überstülpen, sondern achten darauf, wie sich die Leute selbst einbringen wollen." Beim Afghanen Aimal ist es der wöchentliche Lauftreff geworden, beim Tiroler Martin die Schachgruppe -und beim Syrer Ahmed eben das sonntägliche Sprachcafé. "Sprache lernen und Spaß haben", lautet sein Motto -trotz allem.

Auch an diesem Freitag ist die Stimmung heiter. Reihum schreibt man deutsche Wörter auf Zettel, gibt sie in eine Schüssel und versucht, die Begriffe dann zu erklären. "Oida" oder "begeistern" werden beschrieben, aber auch "Schicksal" oder "Vorurteil". "Dieses Wort kenne ich in meiner Muttersprache nicht", sagt der Syrer Nayif, der in Wien als Kellner arbeitet. "Was bedeutet das genau?"

Eine Frage, die auch andere beschäftigt -zumal die afghanische Community, die nach der Messerattacke eines 23-jährigen Asylwerbers einmal mehr in den medialen und politischen Fokus geraten ist. "Viele haben Angst, dass sie wieder alles ausbaden müssen, weil einer durchgedreht hat", meint Silvia. Angesichts der großen Herausforderungen und eigener Verpflichtungen sei ihr manchmal schon "der Atem ein bisschen ausgegangen". Entmutigen lässt sie sich dadurch freilich nicht.

Als engagierte Freiwillige ist Silvia in Österreich jedenfalls nicht allein: 31 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren sind laut einer IFES-Befragung aus dem Jahr 2016 unbezahlt bei einem Verein oder einer Organisation aktiv ("formales" Engagement -im Unterschied zum "informellen" der Nachbarschaftshilfe). Besonders hoch ist die Beteiligung bei den 60-bis 69-Jährigen, auch steigt sie mit zunehmendem Bildungsgrad an -wobei es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede gibt: Sport und Politik sind klar männer-,der soziale und religiöse Bereich klar frauendominiert. In der Flüchtlingshilfe selbst, die nur einen kleinen Teil des Engagements ausmacht, sind sogar 64 Prozent der Helfenden weiblich

Dass sich freiwilliges Engagement bezahlt macht, ist für Eva More-Hollerweger vom Kompetenzzentrum für Non-Profit-Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien jedenfalls klar: 2,3 Prozent des BIP seien in Österreich darauf zurückzuführen -womit man (hinter Skandinavien) im Mittelfeld rangiere. Insgesamt mache Freiwilligenarbeit aber nur einen Teil der "Zivilgesellschaft" aus - die laut More-Hollerweger vier zentrale Funktionen besitze: eine Dienstleistungsfunktion (vom Sozialbereich über die Kultur bis zum Sport), eine Watchdog-Funktion (indem man etwa die Regierung beobachte, Stichwort Rauchverbot), eine Gemeinschaftsbildungs-Funktion (eben durch die Arbeit mit geflüchteten oder behinderten Menschen) und eine Innovationsfunktion (wie beim Hospizthema, das sich später professionalisierte). Wo auch immer Menschen mithelfen: Ihre Mobilität hat jedenfalls zugenommen, weiß die Expertin. Nicht zuletzt deshalb brauche es in Organisationen für Freiwillige adäquate Strukturen.

Ina Pervan-Al Soqauer, neben Lisa Pölzl zweite Geschäftsführerin von "Fremde werden Freunde", weiß das nur zu gut. Elf Jahre lang hat sie an der WU Wien daran geforscht, welch große Wirkungen zivilgesellschaftliches Engagement entfalten kann -und wie dies im "Social Return on Investment" (SROI) gemessen werden könnte. Wie wichtig das "Miteinander" ist, hat sie auch selbst erlebt, als sie mit sieben Jahren von Bosnien nach Österreich fliehen musste. "Meine Lehrerin hat mich damals an die Hand genommen, deshalb konnte ich später alles machen: Schule, HTL, Studium", erinnert sie sich. Umso mehr plädiert die 32-Jährige heute "für Integration ab dem ersten Tag" - und dafür, "Menschen nicht gleich in Schubladen zu stecken und damit ganz viel Potenzial zu ruinieren." Im Zuge der Flüchtlingskrise sei sichtbar geworden, wieviel ehrenamtliches Engagement es gebe -aber auch, wie rasch NPOs an ihre Grenzen gelangen. Um das Engagement in strukturierte Bahnen zu lenken, hat man 2015 die Initiative "Fremde werden Freunde" gegründet. "Die Idee ist, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebensbereichen etwas miteinander tun - Konzernvorstände und Geflüchtete, Arbeitslose und Wissenschafter", so Pervan-Al Soqauer.

Um mehr Einheimische zu gewinnen, will man sich nun auch um "Corporate Volunteering" bemühen: In Kooperation mit Unternehmen sollen Projekte entstehen, durch die Geflüchtete unterstützt werden, aber auch Unternehmen und ihre Mitarbeiter durch freiwilliges Engagement profitieren. "Das kann vom Bewerbungscoaching bis zum Kamingespräch darüber gehen, wie in Österreich Gastronomie funktioniert", so die Expertin. Weil zivilgesellschaftliches Engagement zum Schutz des sozialen Friedens beiträgt, Gemeinden belebt und die Demokratie stärkt, plädiert sie zudem für Mikroförderungen entsprechender Organisationen. "Schon geringe Ressourcen können viel bewirken", ist sie überzeugt.

Auch die 60-jährige Silvia glaubt an die Wirksamkeit ihrer freiwilligen Tätigkeit -selbst wenn sie von "Engagement" gar nicht wirklich sprechen möchte: "Ich kann den Leuten ja keine Jobs vermitteln", erklärt sie nach dem freitäglichen "Freunde Café"."Ich kann mich nur als Mensch einbringen, die Leute ein wenig drücken, wenn sie Schmerzen haben, sie positiv bestärken und ihnen durch gemeinsames Lachen eine Auszeit vom Alltag bescheren. Wenn das allein normaler wäre -die Welt würde anders aussehen."

Ich kann mich nur als Mensch einbringen und den Leuten durch gemeinsames Lachen eine Auszeit aus dem Alltag bescheren. (Silvia)

Die Idee ist, dass Menschen aus unterschiedlichen Bereichen etwas miteinander tun: Vorstände und Geflüchtete, Arbeitslose und Forscher. (I. Pervan-Al Soqauer)

Silvia ist eine der ersten heute. Noch bevor sich der Raum mit Gästen füllt, noch bevor der Tisch mit Kaffee, Kuchen und Knabberzeug gedeckt ist, hat die 60-Jährige schon Hand angelegt. Igor - wie sie selbst ein "Muttersprachler" und regelmäßiger Gast hier im "Freunde Café" - hat Schmerzen. Spontan nimmt sie seinen Arm, drückt sachte darauf und schließt die Augen. Helfen, wo sie kann, zupacken, wo es nötig ist: Für die pensionierte Shiatsu-Praktikerin ist das "einfach ganz normal".

Helfend eingesprungen ist die quirlige Wienerin schon immer: ob für eine besachwaltete Freundin, Kinder im Frauenhaus oder Flüchtlinge in Traiskirchen. "Ich bin halt noch in einem Umfeld aufgewachsen, in dem man nicht für jeden Handgriff hat zahlen müssen", sagt sie. Dass sie als Mädchen einmal miterlebte, wie ein dunkelhäutiger Mann im "Jonas-Reindl" am Schottentor schwerst beschimpft wurde, hat sie zudem geprägt.

Leichtigkeit statt Schwere

Heute ist Silvia für den Verein "Fremde werden Freunde" aktiv, der die Zivilgesellschaft fördern und Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkünfte bieten will. Ob Wandern oder Radfahren, ob Singen im "Voices of Refugees"-Chor, Deutschlernen im Sprachcafé oder Spielen im "Freunde Café": Die 60-Jährige ist häufig mit dabei.

Kein Helfersyndrom, sondern die "gute Stimmung" treibt sie regelmäßig in die Wiener Garnisongasse, wo der Verein seit Herbst 2017 seinen eigenen "Freunde Salon" betreibt: "Wir spielen und lachen viel", sagt Silvia. "Manchmal gibt es aber auch ernste Gespräche, dann muss man schauen, dass man von der Schwere wieder in die Leichtigkeit zurückfindet."

Stoff für ernste Gespräche gäbe es freilich genug -auch an diesem Freitagabend, an dem rund 20 Gäste kommen. Da wäre etwa die 26-jährige Esar, eine syrische Studentin englischer Literatur, die in Österreich Asyl erhalten hat und nun verzweifelt auf eine Lehrstelle als Optikerin wartet; oder der 25-jährige Ahmed, der gerade mit Entsetzen die Ereignisse im syrischen Ostghouta verfolgt. Er selbst hat Französisch studiert, bevor er als Sanitäter des "Roten Halbmond" in der Hölle von Aleppo zerfetzte Körper bergen musste. Im August 2014 konnte er schließlich fliehen und landete im Februar 2015 in Österreich, wo er acht Monate später Asyl erhielt. Heute durchläuft er einen Deutschkurs, möchte ehestens die Krankenpfleger-Ausbildung beginnen -und organisiert für "Fremde werden Freunde" das Sprachcafé.

Rund 150 Frauen und Männer sind derzeit für den Verein aktiv - Einheimische wie Geflüchtete. Dass die Begegnung stets "auf Augenhöhe" stattfindet, ist dabei essenziell, betont Geschäftsführerin Lisa Pölzl. "Wir wollen auch niemandem etwas überstülpen, sondern achten darauf, wie sich die Leute selbst einbringen wollen." Beim Afghanen Aimal ist es der wöchentliche Lauftreff geworden, beim Tiroler Martin die Schachgruppe -und beim Syrer Ahmed eben das sonntägliche Sprachcafé. "Sprache lernen und Spaß haben", lautet sein Motto -trotz allem.

Auch an diesem Freitag ist die Stimmung heiter. Reihum schreibt man deutsche Wörter auf Zettel, gibt sie in eine Schüssel und versucht, die Begriffe dann zu erklären. "Oida" oder "begeistern" werden beschrieben, aber auch "Schicksal" oder "Vorurteil". "Dieses Wort kenne ich in meiner Muttersprache nicht", sagt der Syrer Nayif, der in Wien als Kellner arbeitet. "Was bedeutet das genau?"

Eine Frage, die auch andere beschäftigt -zumal die afghanische Community, die nach der Messerattacke eines 23-jährigen Asylwerbers einmal mehr in den medialen und politischen Fokus geraten ist. "Viele haben Angst, dass sie wieder alles ausbaden müssen, weil einer durchgedreht hat", meint Silvia. Angesichts der großen Herausforderungen und eigener Verpflichtungen sei ihr manchmal schon "der Atem ein bisschen ausgegangen". Entmutigen lässt sie sich dadurch freilich nicht.

Als engagierte Freiwillige ist Silvia in Österreich jedenfalls nicht allein: 31 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren sind laut einer IFES-Befragung aus dem Jahr 2016 unbezahlt bei einem Verein oder einer Organisation aktiv ("formales" Engagement -im Unterschied zum "informellen" der Nachbarschaftshilfe). Besonders hoch ist die Beteiligung bei den 60-bis 69-Jährigen, auch steigt sie mit zunehmendem Bildungsgrad an -wobei es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede gibt: Sport und Politik sind klar männer-,der soziale und religiöse Bereich klar frauendominiert. In der Flüchtlingshilfe selbst, die nur einen kleinen Teil des Engagements ausmacht, sind sogar 64 Prozent der Helfenden weiblich

Dass sich freiwilliges Engagement bezahlt macht, ist für Eva More-Hollerweger vom Kompetenzzentrum für Non-Profit-Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien jedenfalls klar: 2,3 Prozent des BIP seien in Österreich darauf zurückzuführen -womit man (hinter Skandinavien) im Mittelfeld rangiere. Insgesamt mache Freiwilligenarbeit aber nur einen Teil der "Zivilgesellschaft" aus - die laut More-Hollerweger vier zentrale Funktionen besitze: eine Dienstleistungsfunktion (vom Sozialbereich über die Kultur bis zum Sport), eine Watchdog-Funktion (indem man etwa die Regierung beobachte, Stichwort Rauchverbot), eine Gemeinschaftsbildungs-Funktion (eben durch die Arbeit mit geflüchteten oder behinderten Menschen) und eine Innovationsfunktion (wie beim Hospizthema, das sich später professionalisierte). Wo auch immer Menschen mithelfen: Ihre Mobilität hat jedenfalls zugenommen, weiß die Expertin. Nicht zuletzt deshalb brauche es in Organisationen für Freiwillige adäquate Strukturen.

Ina Pervan-Al Soqauer, neben Lisa Pölzl zweite Geschäftsführerin von "Fremde werden Freunde", weiß das nur zu gut. Elf Jahre lang hat sie an der WU Wien daran geforscht, welch große Wirkungen zivilgesellschaftliches Engagement entfalten kann -und wie dies im "Social Return on Investment" (SROI) gemessen werden könnte. Wie wichtig das "Miteinander" ist, hat sie auch selbst erlebt, als sie mit sieben Jahren von Bosnien nach Österreich fliehen musste. "Meine Lehrerin hat mich damals an die Hand genommen, deshalb konnte ich später alles machen: Schule, HTL, Studium", erinnert sie sich. Umso mehr plädiert die 32-Jährige heute "für Integration ab dem ersten Tag" - und dafür, "Menschen nicht gleich in Schubladen zu stecken und damit ganz viel Potenzial zu ruinieren." Im Zuge der Flüchtlingskrise sei sichtbar geworden, wieviel ehrenamtliches Engagement es gebe -aber auch, wie rasch NPOs an ihre Grenzen gelangen. Um das Engagement in strukturierte Bahnen zu lenken, hat man 2015 die Initiative "Fremde werden Freunde" gegründet. "Die Idee ist, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebensbereichen etwas miteinander tun - Konzernvorstände und Geflüchtete, Arbeitslose und Wissenschafter", so Pervan-Al Soqauer.

Um mehr Einheimische zu gewinnen, will man sich nun auch um "Corporate Volunteering" bemühen: In Kooperation mit Unternehmen sollen Projekte entstehen, durch die Geflüchtete unterstützt werden, aber auch Unternehmen und ihre Mitarbeiter durch freiwilliges Engagement profitieren. "Das kann vom Bewerbungscoaching bis zum Kamingespräch darüber gehen, wie in Österreich Gastronomie funktioniert", so die Expertin. Weil zivilgesellschaftliches Engagement zum Schutz des sozialen Friedens beiträgt, Gemeinden belebt und die Demokratie stärkt, plädiert sie zudem für Mikroförderungen entsprechender Organisationen. "Schon geringe Ressourcen können viel bewirken", ist sie überzeugt.

Auch die 60-jährige Silvia glaubt an die Wirksamkeit ihrer freiwilligen Tätigkeit -selbst wenn sie von "Engagement" gar nicht wirklich sprechen möchte: "Ich kann den Leuten ja keine Jobs vermitteln", erklärt sie nach dem freitäglichen "Freunde Café"."Ich kann mich nur als Mensch einbringen, die Leute ein wenig drücken, wenn sie Schmerzen haben, sie positiv bestärken und ihnen durch gemeinsames Lachen eine Auszeit vom Alltag bescheren. Wenn das allein normaler wäre -die Welt würde anders aussehen."