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Gesellschaft

Fast zu Hause sterben

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Die Kaisermühlner Nachbarschaftshilfe eröffnet diese Woche ihr Pflegehospiz. Die Idee, dass Menschen die letzten Monate in ihrem Grätzel verbringen können, ist vielversprechend.

Edeltraud Gatterer war empört: "Dieses Gesetz verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention", entrüstete sich die ÖVP-Abgeordnete über das neue belgische Gesetz zur eingeschränkten Legalisierung der Sterbehilfe, das Montag vergangener Woche in Kraft getreten war. Tatsächlich ist die neue Regelung noch weiter gefasst als jene in den Niederlanden: Während dort aktive Sterbehilfe nur dann legal ist, wenn der Kranke bereits den Tod vor Augen hat, ist dies in Belgien keine Bedingung. Der Patient hat hier schon dann das Recht auf Tötung, wenn er sich in einem Zustand des "dauerhaften und unerträglichen physischen oder psychischen Leidens" befindet. In jedem Fall muss er unheilbar krank, bei Bewusstsein und volljährig sein sowie seinen Wunsch mehrfach geäußert haben. Behinderte und Demenzkranke sind allerdings von dieser Regelung ausgenommen.

Ganz anders die Situation in Österreich: Hier wurde durch die Einführung der Familienhospiz-Karenz ein Akzent gesetzt: "Palliativmedizin könnte die Sterbehilfe ersetzen", meinte der norwegische Palliativmediziner Husebo Stein im Rahmen einer Enquete an der Universität Linz. Leider gebe es in Österreich in diesem Bereich deutliche Mängel.

Neuartiges Modell

Der Umgang mit Sterbenskranken stellt nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein großes Problem dar, sondern für die ganze Gesellschaft. Lösungen, die die Menschenwürde nicht verletzen, aber trotzdem keinen unbewältigbaren Aufwand verursachen, sind schwer zu finden. Eine Initiative der Gemeinde Kaisermühlen in Wien kann als Vorbild dienen. Seit 1994 betreibt man hier den Verein zur "Kaisermühlner Nachbarschafthilfe", hinter dem eine bis jetzt einzigartige Idee steckt: Alle Menschen, die die Pflege des Vereins beanspruchen, stammen aus Kaisermühlen. Auch die meisten Pfleger und Pflegerinnen wohnen in der engsten Umgebung. Dadurch fallen lange Anfahrtszeiten weg, es ist leichter, persönliche Beziehungen zwischen Pfleger und Pflegebedürftigem aufzubauen, und oftmals kennt man sich schon lange. Das System hat sich bisher gut bewährt: Im Moment nutzen 76 Klienten das Angebot einer individuellen Betreuung zu Hause, das von der Gemeinde Wien finanziell unterstützt wird. Ein bis drei Mal täglich werden sie von einer Pflegerin besucht, die ihnen im Haushalt und bei der Körperpflege hilft oder Besorgungen macht. Die Betreuung kostet zwischen acht und zehn Euro pro Stunde und erspart vielen Menschen das Pflegeheim.

Doch sobald der Punkt erreicht ist, an dem die Betreuung zu Hause unmöglich wird, kommt niemand um den Umzug ins Pflegeheim herum. Viele alte Menschen fürchten diesen Schritt, da er meist die totale Isolation von Freunden und gewohntem Umfeld bedeutet. Ab 4. Oktober wird es nun in Kaisermühlen eine Alternative geben: Das Pflegehospiz Kaisermühlen wird am Schüttauplatz seine Pforten öffnen und 27 Pflegebetten, davon vier Hospizbetten, beherbergen.

Ort der untergehenden Sonne

Verwirklicht werden konnte dieses Projekt durch private Spenden, die Unterstützung der Stadt Wien und des Ordens der Salvatorianer, der nicht nur über 50 Prozent der Kosten trug, sondern auch den Grund zur Verfügung stellte. Pater Elmar Kahofer, Salvatorianer und Pfarrer von Kaisermühlen, initiierte das Pflegehospiz Kaisermühlen. Neben der Leitung des Hospizes ist es seine wichtigste Aufgabe, Seelsorge zu leisten. Es ist sein großes Anliegen, die Angst vor dem Tod zu nehmen, und das Thema zu enttabuisieren. "Das Sterben ist ein so natürlicher Vorgang wie das Geborenwerden", ist er überzeugt. "Kein Sonnenaufgang ist ohne Sonnenuntergang. Und da wir den Sonnenaufgang unseres Lebens meist verschlafen, sollten wir den schönen Sonnenuntergang intensiv erleben."

Wichtigste Voraussetzung für einen friedlichen Tod ist, dass man sich wohl fühlt. Daher ist das Gebäude hell und freundlich, es gibt mehrere Aufenthaltsräume, um den Kontakt zwischen den nicht bettlägrigen Pflegepatienten zu erhalten. An den Türen hängen Fotos von Blumen und Wiesen um das Gefühl zu vermitteln, nicht in ein steriles Krankenzimmer, sondern in die Natur einzutreten. Zum Wohlfühlen gehört zweifellos auch das Gefühl, zu Hause zu sein. Die Kaisermühlner seien ihrem Grätzel vielmals besonders verbunden, erklärt Pater Elmar. Viele haben ihr ganzes Leben dort verbracht, und wollen auch in der letzten Zeit nicht weg von dort. Kaisermühlen, umgeben von der Neuen und der Alten Donau, habe bis heute seinen eigenständigen, fast dörflichen Charakter bewahrt. Die Menschen treffen sich beim Greißler oder Trödler, kennen einander besser als in anderen Gebieten Wiens, haben engeren Kontakt zu ihren Nachbarn. Die "Kaisermühlner Nachbarschafshilfe" möchte den Bewohnern unabhängig von ihrem Religionsbekenntnis, ihrer politischen Präferenz oder ihrem sozialen Stand den Wunsch erfüllen, in gewohnter Umgebung den Lebensabend zu verbringen.

"In Kaisermühlen hab ich gelebt, in Kaisermühlen möchte ich sterben", sagt Rosa überzeugt. Zur Zeit wird sie in ihrer Wohnung betreut, wo sie auch bleiben möchte solange es geht. "Aber wenn es nicht mehr geht, zieh' ich ins Pflegeheim. Ein Zimmer hab' ich mir schon ausgesucht." Vom Fenster aus kann man den Spielplatz sehen, auf dem sie schon als Kind gespielt hat. Wichtig ist auch das soziale Beziehungsnetz: Einmal pro Woche findet etwa der "Mittwochsclub" statt, wo es neben Kaffee und Kuchen auch Gedächtnisübungen, Spiele oder Gymnastik gibt.

Grätzel als Großfamilie

Im Idealfall soll die ganze Bevölkerung sich für die alten Mitglieder der Gesellschaft verantwortlich fühlen. Schon jetzt gibt es rund fünfzig ehrenamtliche Mitarbeiter, die aktiv in der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten. Auch im Pflegehospiz können jederzeit Freunde oder Familienmitglieder auf Besuch kommen. In den Augen von Monika Karrer, Geschäftsführerin des Hospizes, ist die unmittelbare Nähe zu den Bekannten und Nachbarn sehr wichtig: "Freunde unserer Patienten sind selbst meistens schon alt. Der Weg ans andere Ende von Wien, in die Palliativstation im Krankenhaus Lainz etwa, wäre eine große Belastung für sie. Bei uns können sie immer vorbeischauen, etwa am Weg zum Supermarkt, und kurz erzählen, was es Neues gibt." Selbstverständlich werden die Pflegepatienten von hochqualifiziertem Personal betreut. Schon jetzt arbeitet die Nachbarschaftshilfe eng mit den Hausärzten und der Apotheke zusammen. Zusätzlich wird im Hospiz ein Anästhesist tätig sein, um die letzte Zeit so schmerzfrei wie möglich zu gestalten.

Den Abschied erleichtern

Einen wesentlichen Teil der Aufgaben einer Palliativstation nimmt die Betreuung der Angehörigen ein. Trauerbegleitung ist Familienmitgliedern oder Freunden oft eine große Hilfe bei der Bewältigung des Verlustes. Regelmäßig finden deshalb in Kaisermühlen Seminare zum Thema Trauerarbeit statt, die von allen Interessenten besucht werden können. Auch nach dem Tod werden die Angehörigen der Verstorbenen nicht alleine gelassen. Sie werden, genau wie die Patienten selbst, bis zum Schluss begleitet, erklärt Pater Elmar: "Wir alle wünschen uns doch, dass uns jemand die Hand hält beim Sterben."

Für Modelle wie in Kaisermühlen ist freilich in ganz Österreich Bedarf. Vor allem im ländlichen Raum wären Lösungen wie diese wünschenswert, liegen die Geriatriezentren doch meist in den Landeshauptstädten, was oft eine große Distanz zum Heimatort zur Folge hat. In Oberösterreich wurde durch die Einführung von mobilen Hospizteams ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt: Krankenpfleger und ehrenamtliche Mitarbeiter versorgen Todkranke und deren Angehörige daheim.

Die vermehrte Thematisierung dieser Problematik wird in Zukunft vermehrt nötig sein, da sich die Zahl der 90-Jährigen in den nächsten 30 Jahren verzehnfachen wird. Schön, wenn es dann so funktioniert wie in Kaisermühlen und die Gemeinschaft durch die kommunale Bewältigung des Todes zusammenwächst: "Auch, wenn der Tod bei uns ständiger Gast sein wird", sagt Pater Elmar, "soll das Pflegehospiz doch ein Ort des Lebens sein."

Nähere Informationen zum Pflegehospiz Kaisermühlen unter (01) 269 71 71.

Die Kaisermühlner Nachbarschaftshilfe eröffnet diese Woche ihr Pflegehospiz. Die Idee, dass Menschen die letzten Monate in ihrem Grätzel verbringen können, ist vielversprechend.

Edeltraud Gatterer war empört: "Dieses Gesetz verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention", entrüstete sich die ÖVP-Abgeordnete über das neue belgische Gesetz zur eingeschränkten Legalisierung der Sterbehilfe, das Montag vergangener Woche in Kraft getreten war. Tatsächlich ist die neue Regelung noch weiter gefasst als jene in den Niederlanden: Während dort aktive Sterbehilfe nur dann legal ist, wenn der Kranke bereits den Tod vor Augen hat, ist dies in Belgien keine Bedingung. Der Patient hat hier schon dann das Recht auf Tötung, wenn er sich in einem Zustand des "dauerhaften und unerträglichen physischen oder psychischen Leidens" befindet. In jedem Fall muss er unheilbar krank, bei Bewusstsein und volljährig sein sowie seinen Wunsch mehrfach geäußert haben. Behinderte und Demenzkranke sind allerdings von dieser Regelung ausgenommen.

Ganz anders die Situation in Österreich: Hier wurde durch die Einführung der Familienhospiz-Karenz ein Akzent gesetzt: "Palliativmedizin könnte die Sterbehilfe ersetzen", meinte der norwegische Palliativmediziner Husebo Stein im Rahmen einer Enquete an der Universität Linz. Leider gebe es in Österreich in diesem Bereich deutliche Mängel.

Neuartiges Modell

Der Umgang mit Sterbenskranken stellt nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen ein großes Problem dar, sondern für die ganze Gesellschaft. Lösungen, die die Menschenwürde nicht verletzen, aber trotzdem keinen unbewältigbaren Aufwand verursachen, sind schwer zu finden. Eine Initiative der Gemeinde Kaisermühlen in Wien kann als Vorbild dienen. Seit 1994 betreibt man hier den Verein zur "Kaisermühlner Nachbarschafthilfe", hinter dem eine bis jetzt einzigartige Idee steckt: Alle Menschen, die die Pflege des Vereins beanspruchen, stammen aus Kaisermühlen. Auch die meisten Pfleger und Pflegerinnen wohnen in der engsten Umgebung. Dadurch fallen lange Anfahrtszeiten weg, es ist leichter, persönliche Beziehungen zwischen Pfleger und Pflegebedürftigem aufzubauen, und oftmals kennt man sich schon lange. Das System hat sich bisher gut bewährt: Im Moment nutzen 76 Klienten das Angebot einer individuellen Betreuung zu Hause, das von der Gemeinde Wien finanziell unterstützt wird. Ein bis drei Mal täglich werden sie von einer Pflegerin besucht, die ihnen im Haushalt und bei der Körperpflege hilft oder Besorgungen macht. Die Betreuung kostet zwischen acht und zehn Euro pro Stunde und erspart vielen Menschen das Pflegeheim.

Doch sobald der Punkt erreicht ist, an dem die Betreuung zu Hause unmöglich wird, kommt niemand um den Umzug ins Pflegeheim herum. Viele alte Menschen fürchten diesen Schritt, da er meist die totale Isolation von Freunden und gewohntem Umfeld bedeutet. Ab 4. Oktober wird es nun in Kaisermühlen eine Alternative geben: Das Pflegehospiz Kaisermühlen wird am Schüttauplatz seine Pforten öffnen und 27 Pflegebetten, davon vier Hospizbetten, beherbergen.

Ort der untergehenden Sonne

Verwirklicht werden konnte dieses Projekt durch private Spenden, die Unterstützung der Stadt Wien und des Ordens der Salvatorianer, der nicht nur über 50 Prozent der Kosten trug, sondern auch den Grund zur Verfügung stellte. Pater Elmar Kahofer, Salvatorianer und Pfarrer von Kaisermühlen, initiierte das Pflegehospiz Kaisermühlen. Neben der Leitung des Hospizes ist es seine wichtigste Aufgabe, Seelsorge zu leisten. Es ist sein großes Anliegen, die Angst vor dem Tod zu nehmen, und das Thema zu enttabuisieren. "Das Sterben ist ein so natürlicher Vorgang wie das Geborenwerden", ist er überzeugt. "Kein Sonnenaufgang ist ohne Sonnenuntergang. Und da wir den Sonnenaufgang unseres Lebens meist verschlafen, sollten wir den schönen Sonnenuntergang intensiv erleben."

Wichtigste Voraussetzung für einen friedlichen Tod ist, dass man sich wohl fühlt. Daher ist das Gebäude hell und freundlich, es gibt mehrere Aufenthaltsräume, um den Kontakt zwischen den nicht bettlägrigen Pflegepatienten zu erhalten. An den Türen hängen Fotos von Blumen und Wiesen um das Gefühl zu vermitteln, nicht in ein steriles Krankenzimmer, sondern in die Natur einzutreten. Zum Wohlfühlen gehört zweifellos auch das Gefühl, zu Hause zu sein. Die Kaisermühlner seien ihrem Grätzel vielmals besonders verbunden, erklärt Pater Elmar. Viele haben ihr ganzes Leben dort verbracht, und wollen auch in der letzten Zeit nicht weg von dort. Kaisermühlen, umgeben von der Neuen und der Alten Donau, habe bis heute seinen eigenständigen, fast dörflichen Charakter bewahrt. Die Menschen treffen sich beim Greißler oder Trödler, kennen einander besser als in anderen Gebieten Wiens, haben engeren Kontakt zu ihren Nachbarn. Die "Kaisermühlner Nachbarschafshilfe" möchte den Bewohnern unabhängig von ihrem Religionsbekenntnis, ihrer politischen Präferenz oder ihrem sozialen Stand den Wunsch erfüllen, in gewohnter Umgebung den Lebensabend zu verbringen.

"In Kaisermühlen hab ich gelebt, in Kaisermühlen möchte ich sterben", sagt Rosa überzeugt. Zur Zeit wird sie in ihrer Wohnung betreut, wo sie auch bleiben möchte solange es geht. "Aber wenn es nicht mehr geht, zieh' ich ins Pflegeheim. Ein Zimmer hab' ich mir schon ausgesucht." Vom Fenster aus kann man den Spielplatz sehen, auf dem sie schon als Kind gespielt hat. Wichtig ist auch das soziale Beziehungsnetz: Einmal pro Woche findet etwa der "Mittwochsclub" statt, wo es neben Kaffee und Kuchen auch Gedächtnisübungen, Spiele oder Gymnastik gibt.

Grätzel als Großfamilie

Im Idealfall soll die ganze Bevölkerung sich für die alten Mitglieder der Gesellschaft verantwortlich fühlen. Schon jetzt gibt es rund fünfzig ehrenamtliche Mitarbeiter, die aktiv in der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten. Auch im Pflegehospiz können jederzeit Freunde oder Familienmitglieder auf Besuch kommen. In den Augen von Monika Karrer, Geschäftsführerin des Hospizes, ist die unmittelbare Nähe zu den Bekannten und Nachbarn sehr wichtig: "Freunde unserer Patienten sind selbst meistens schon alt. Der Weg ans andere Ende von Wien, in die Palliativstation im Krankenhaus Lainz etwa, wäre eine große Belastung für sie. Bei uns können sie immer vorbeischauen, etwa am Weg zum Supermarkt, und kurz erzählen, was es Neues gibt." Selbstverständlich werden die Pflegepatienten von hochqualifiziertem Personal betreut. Schon jetzt arbeitet die Nachbarschaftshilfe eng mit den Hausärzten und der Apotheke zusammen. Zusätzlich wird im Hospiz ein Anästhesist tätig sein, um die letzte Zeit so schmerzfrei wie möglich zu gestalten.

Den Abschied erleichtern

Einen wesentlichen Teil der Aufgaben einer Palliativstation nimmt die Betreuung der Angehörigen ein. Trauerbegleitung ist Familienmitgliedern oder Freunden oft eine große Hilfe bei der Bewältigung des Verlustes. Regelmäßig finden deshalb in Kaisermühlen Seminare zum Thema Trauerarbeit statt, die von allen Interessenten besucht werden können. Auch nach dem Tod werden die Angehörigen der Verstorbenen nicht alleine gelassen. Sie werden, genau wie die Patienten selbst, bis zum Schluss begleitet, erklärt Pater Elmar: "Wir alle wünschen uns doch, dass uns jemand die Hand hält beim Sterben."

Für Modelle wie in Kaisermühlen ist freilich in ganz Österreich Bedarf. Vor allem im ländlichen Raum wären Lösungen wie diese wünschenswert, liegen die Geriatriezentren doch meist in den Landeshauptstädten, was oft eine große Distanz zum Heimatort zur Folge hat. In Oberösterreich wurde durch die Einführung von mobilen Hospizteams ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt: Krankenpfleger und ehrenamtliche Mitarbeiter versorgen Todkranke und deren Angehörige daheim.

Die vermehrte Thematisierung dieser Problematik wird in Zukunft vermehrt nötig sein, da sich die Zahl der 90-Jährigen in den nächsten 30 Jahren verzehnfachen wird. Schön, wenn es dann so funktioniert wie in Kaisermühlen und die Gemeinschaft durch die kommunale Bewältigung des Todes zusammenwächst: "Auch, wenn der Tod bei uns ständiger Gast sein wird", sagt Pater Elmar, "soll das Pflegehospiz doch ein Ort des Lebens sein."

Nähere Informationen zum Pflegehospiz Kaisermühlen unter (01) 269 71 71.