Papst Leo XIV. - © APA /  AFP / Tiziana Fabi
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Leo XIV.: Ein Franziskus-Moment, aber ganz anders

Mit Leo XIV. wurde ein neuer Papst für die katholische Kirche gewählt. Was ist von Robert Francis Prevost, dem ersten US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri, zu erwarten? Eine Analyse.

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Die Wahl des US-Amerikaners Robert Francis Prevost zum 267. Bischof von Rom hat dann doch viele überrascht – und vielleicht sogar am falschen Fuß erwischt. Als der französische Kardinal Dominique Mamberti am Donnerstagabend die berühmten Worte „Habemus Papam“ und kurz danach den Namen Prevost verkündete, war vielen der auf dem Petersdom versammelten Gläubigen eine gewisse Ratlosigkeit in die Gesichter geschrieben. Der 69-Jährige galt im Vorhinein ganz sicher nicht als Topfavorit auf das Papstamt, wenn er auch von Insidern durchaus immer wieder zum erweiterten Kreis der Papabili gezählt wurde.

„Der Friede sei mit euch allen“

Was dann geschah, wird in die Geschichte eingehen: Sichtlich bewegt betrat Papst Leo XIV. um 19.23 Uhr die Mittelloggia des Petersdoms und wandte sich – nach einer langen wortlosen Pause – auf Italienisch an die Gläubigen. „Der Friede sei mit euch allen“, die ersten Worte des neuen Papstes machten sofort klar, worum es in der aktuell „taumelnden Welt“ (Paul Zulehner) geht. Die folgende kurze, aber wohlvorbereitete Rede drehte sich ganz um den Dialog, die Nächstenliebe und den Frieden in der Welt. Und das Eis schien binnen weniger Sätze gebrochen. Mit seinem Charisma erzeugte Leo eine ganz spezielle Atmosphäre, die selbst durch den Fernseher zu spüren war. Ein Franziskus-Moment quasi, aber doch ganz anders.

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