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Religion

MITFÜHLEN mit jedem Geschöpf

1945 1960 1980 2000 2020

Mit Spannung wurde sie erwartet. Und mit geringen Abstrichen erfüllt die Enzyklika "Laudato Si'" die in sie gesetzte Hoffnung. Franziskus bringt die Kirche einen großen Schritt nach vorne.

1945 1960 1980 2000 2020

Mit Spannung wurde sie erwartet. Und mit geringen Abstrichen erfüllt die Enzyklika "Laudato Si'" die in sie gesetzte Hoffnung. Franziskus bringt die Kirche einen großen Schritt nach vorne.

Sich in den Dialog einbringen. Zielgruppe und Zielsetzung der Enzyklika: Seit der Enzyklika "Pacem in terris" von Papst Johannes XXIII. wenden sich die Päpste mit Rundschreiben zu ethischen Fragen an alle Menschen guten Willens. So tut es auch Papst Franziskus in "Laudato Si'" und lädt "zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten." Diesen Dialog meint er ernst. Denn er zitiert nicht nur frühere Päpste und bedeutende Theologen, sondern auch das Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, einen islamischen Gelehrten sowie die Vereinten Nationen.

Höchst bedeutsam ist, dass Franziskus insgesamt 22 Zitate von 17 Bischofskonferenzen aus allen fünf Kontinenten einbringt. Dass Bischofskonferenzen die Päpste zitieren, ist normal. Aber dass ein Papst auf seine Mitbischöfe hört und ihre Gedanken übernimmt, hat es so noch nicht gegeben.

Sehen - Urteilen -Handeln

"Laudato Si'" folgt dem Dreischritt Sehen -Urteilen - Handeln. Die Enzyklika setzt bei den Bedrohungen unseres Planeten an und analysiert ihre Ursachen, entwickelt Konzepte für einen alternativen Umgang mit ihm und entfaltet praktische Handlungsfelder. Zugegeben: Nicht immer wird der Aufbau ganz stringent durchgehalten. Auch kann man fragen, warum einzelne Themen im Kontext dieser Enzyklika behandelt werden und warum andere Themen fehlen. Insgesamt ist aber ein transparenter und schlüssiger Aufbau gelungen.

Die Leidenschaft für die geplagte Schöpfung. Das Leitmotiv der Enzyklika: Der meines Erachtens größte Gewinn von "Laudato Si'" liegt nicht in neuen Erkenntnissen. Naturwissenschaftlich kann die Kirche ohnehin nur übernehmen, was Fachleute feststellen. Theologisch ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls viel geleistet worden. Das große Plus ist das, was Franziskus selbst als Ziel ausgibt: "Es geht darum, vor allem über die Beweggründe zu sprechen, die sich aus der Spiritualität ergeben, um eine Leidenschaft für den Umweltschutz zu fördern. Denn es wird nicht möglich sein, sich für große Dinge zu engagieren [] ohne eine Mystik, die uns beseelt, ohne innere Beweggründe, die das persönliche und gemeinschaftliche Handeln anspornen, motivieren, ermutigen und ihm Sinn verleihen." Diese Leidenschaft ist von der ersten bis zur letzten Seite spürbar, und sie rührt das Herz im Innersten an.

Entgegen dem Untertitel "Über die Sorge für das gemeinsame Haus" ist das eigentlich leitende Bild die geschundene Erde, die wie in Geburtswehen schreit: "Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr [] zufügen." Ihr Leiden sollen wir in unseres verwandeln und aus dem Mitleiden heraus zu einem anderen Umgang mit ihr finden.

Rote Fäden der Enzyklika: Wie gesagt hat "Laudato Si'" einen weitgehend klaren Aufbau. Interessanter als Kapitel um Kapitel durchzugehen ist es daher, sich auf einzelne "rote Fäden" zu konzentrieren und diese durch die Enzyklika zu verfolgen, wie es der Papst selbst nahelegt. Es gehört zu den größten Stärken, dass diese roten Fäden bis zum Ende durchgehalten werden und den Text wirklich zu einem Ganzen zusammenweben. Einige Fäden greife ich heraus, die in den Medien vielleicht weniger Beachtung finden.

Die unverzichtbare Bedeutung der Umweltorganisationen: Auffallend häufig würdigt der Papst den Einsatz der Umweltorganisationen. Auf lokaler Ebene tragen sie viel zur Verbesserung des Lebensumfelds und der Umweltbedingungen bei. National und international sind sie mutige Stimmen, die "die Bevölkerungen sensibilisieren und kritisch mitwirken -auch unter Einsatz legitimer Druckmittel -, damit jede Regierung ihre eigene und nicht delegierbare Pflicht erfüllt." Zur Erzeugung des nötigen Drucks auf die Politik sei die Stimme der Umweltbewegung unersetzlich. Aus dem Mund eines Kirchenoberhaupts sind das bemerkenswerte Aussagen.

Zum Kern christlicher Sendung

Umweltschutz gehört zum Kern der christlichen Berufung: "Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, [ ] ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung." Vielmehr gehört die Verantwortung für die Mitgeschöpfe und das gemeinsame Haus der Schöpfung zum Kern der christlichen Sendung. Dieser Gedanke ist grundlegend für die Enzyklika. Dem Denken und Handeln vieler Gläubiger ist er weit voraus.

Die Irrungen der Kirche in Vergangenheit und Gegenwart: Sehr freimütig spricht der Papst die Tatsache an, dass die Kirche in der Vergangenheit nicht gerade zu den Vorreitern der Umweltbewegung gehört hat und damit "dem Schatz an Weisheit, den wir hätten hüten müssen, untreu gewesen" ist. Diese Untreue wirkt, so der Papst, bis heute in den Köpfen und Herzen vieler Gläubiger nach, die "die Umweltsorgen bespötteln." Umkehr und Reue seien daher dringend nötig.

Menschenschutz nicht gegen Umweltschutz ausspielen: Der Einsatz für das menschliche Leben in all seinen Phasen gehört vom ersten Jahrhundert bis heute zu den Identitätsmarkierungen der Kirche. Angesichts dessen gibt es unter Gläubigen die starke Versuchung, den Menschenschutz gegen den Umwelt-,Tier-und Pflanzenschutz auszuspielen und den einen stark zu machen auf Kosten des anderen. Franziskus kennt dieses Argument und widerspricht ihm. Zugleich weist er aber auch jene Strömungen der Umweltbewegung zurück, die Umweltschutz ohne Rücksicht auf die Armen betreiben.

Der Eigenwert eines jeden Geschöpfes: Inhaltlich einer der stärksten Gedanken ist die Absage an jede Anthropozentrik, die den Menschen als Spitzengeschöpf sieht, dem alle anderen Geschöpfe dienstbar sind, und die Anerkennung eines "Eigenwerts" jedes noch so kleinen und unscheinbaren Geschöpfs. Dieser Eigenwert stellt sich dem Nutzendenken entgegen, das in den Geschöpfen nur "Ressourcen" sieht und sie als bloße Objekte betrachtet, "die der willkürlichen Herrschaft des Menschen unterworfen sind als Gegenstand des Profits und der Interessen."

Die Erlösung der ganzen Schöpfung: Eine der bemerkenswertesten Aussagen des Papstes ist die Erinnerung an die biblische Überzeugung, dass die ganze Schöpfung in Christus erlöst ist und die Herrlichkeit Gottes erleben darf. Alle Geschöpfe "gehen mit uns und durch uns voran auf das gemeinsame Ziel zu, das Gott ist... Denn der Mensch ist berufen, alle Geschöpfe zu ihrem Schöpfer zurückzuführen." In die Auferstehung Christi sind alle Geschöpfe hineingenommen. Und so blickt Franziskus in den letzten Abschnitten der Enzyklika voll Hoffnung auf die Zukunft: "Das ewige Leben wird ein miteinander erlebtes Staunen sein, wo jedes Geschöpf in leuchtender Verklärung seinen Platz einnehmen [ ] wird."

Ein neuer Lebesstil ist angesagt

Der Vorschlag eines neuen Lebensstils: Unsere momentane Art des Lebens und Wirtschaftens führt dazu, "dass die Erde, auf der wir leben, in Wirklichkeit weniger reich und schön wird, immer begrenzter und trüber." Dies führt Franziskus auf die "große Maßlosigkeit" und Unersättlichkeit des gegenwärtigen Lebensstils zurück: "Während das Herz des Menschen immer leerer wird, braucht er immer nötiger Dinge, die er kaufen, besitzen und konsumieren kann."

Wie könnte eine Alternative aussehen? "Die christliche Spiritualität [] ermutigt zu einem [ ] Lebensstil, der fähig ist, sich zutiefst zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein Es handelt sich um die Überzeugung, dass 'weniger mehr ist'. Die ständige Anhäufung von Möglichkeiten zum Konsum lenkt das Herz ab und verhindert, jedes Ding und jeden Moment zu würdigen Die christliche Spiritualität regt zu einem Wachstum mit Maß an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet."

Spirituelle, fast lyrische Passagen -man muss sie lesen! Wenn diese wenigen Schlaglichter zur Lektüre anregen, ist ihr Ziel erreicht. Denn die Enzyklika ist für jeden gut lesbar. Und "Laudato Si'" enthält viele spirituell sehr dichte, ich möchte sagen lyrische Passagen, die berühren und Mut machen.

| Der Autor ist Professor für Moraltheologie an der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz |

Sich in den Dialog einbringen. Zielgruppe und Zielsetzung der Enzyklika: Seit der Enzyklika "Pacem in terris" von Papst Johannes XXIII. wenden sich die Päpste mit Rundschreiben zu ethischen Fragen an alle Menschen guten Willens. So tut es auch Papst Franziskus in "Laudato Si'" und lädt "zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten." Diesen Dialog meint er ernst. Denn er zitiert nicht nur frühere Päpste und bedeutende Theologen, sondern auch das Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, einen islamischen Gelehrten sowie die Vereinten Nationen.

Höchst bedeutsam ist, dass Franziskus insgesamt 22 Zitate von 17 Bischofskonferenzen aus allen fünf Kontinenten einbringt. Dass Bischofskonferenzen die Päpste zitieren, ist normal. Aber dass ein Papst auf seine Mitbischöfe hört und ihre Gedanken übernimmt, hat es so noch nicht gegeben.

Sehen - Urteilen -Handeln

"Laudato Si'" folgt dem Dreischritt Sehen -Urteilen - Handeln. Die Enzyklika setzt bei den Bedrohungen unseres Planeten an und analysiert ihre Ursachen, entwickelt Konzepte für einen alternativen Umgang mit ihm und entfaltet praktische Handlungsfelder. Zugegeben: Nicht immer wird der Aufbau ganz stringent durchgehalten. Auch kann man fragen, warum einzelne Themen im Kontext dieser Enzyklika behandelt werden und warum andere Themen fehlen. Insgesamt ist aber ein transparenter und schlüssiger Aufbau gelungen.

Die Leidenschaft für die geplagte Schöpfung. Das Leitmotiv der Enzyklika: Der meines Erachtens größte Gewinn von "Laudato Si'" liegt nicht in neuen Erkenntnissen. Naturwissenschaftlich kann die Kirche ohnehin nur übernehmen, was Fachleute feststellen. Theologisch ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls viel geleistet worden. Das große Plus ist das, was Franziskus selbst als Ziel ausgibt: "Es geht darum, vor allem über die Beweggründe zu sprechen, die sich aus der Spiritualität ergeben, um eine Leidenschaft für den Umweltschutz zu fördern. Denn es wird nicht möglich sein, sich für große Dinge zu engagieren [] ohne eine Mystik, die uns beseelt, ohne innere Beweggründe, die das persönliche und gemeinschaftliche Handeln anspornen, motivieren, ermutigen und ihm Sinn verleihen." Diese Leidenschaft ist von der ersten bis zur letzten Seite spürbar, und sie rührt das Herz im Innersten an.

Entgegen dem Untertitel "Über die Sorge für das gemeinsame Haus" ist das eigentlich leitende Bild die geschundene Erde, die wie in Geburtswehen schreit: "Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr [] zufügen." Ihr Leiden sollen wir in unseres verwandeln und aus dem Mitleiden heraus zu einem anderen Umgang mit ihr finden.

Rote Fäden der Enzyklika: Wie gesagt hat "Laudato Si'" einen weitgehend klaren Aufbau. Interessanter als Kapitel um Kapitel durchzugehen ist es daher, sich auf einzelne "rote Fäden" zu konzentrieren und diese durch die Enzyklika zu verfolgen, wie es der Papst selbst nahelegt. Es gehört zu den größten Stärken, dass diese roten Fäden bis zum Ende durchgehalten werden und den Text wirklich zu einem Ganzen zusammenweben. Einige Fäden greife ich heraus, die in den Medien vielleicht weniger Beachtung finden.

Die unverzichtbare Bedeutung der Umweltorganisationen: Auffallend häufig würdigt der Papst den Einsatz der Umweltorganisationen. Auf lokaler Ebene tragen sie viel zur Verbesserung des Lebensumfelds und der Umweltbedingungen bei. National und international sind sie mutige Stimmen, die "die Bevölkerungen sensibilisieren und kritisch mitwirken -auch unter Einsatz legitimer Druckmittel -, damit jede Regierung ihre eigene und nicht delegierbare Pflicht erfüllt." Zur Erzeugung des nötigen Drucks auf die Politik sei die Stimme der Umweltbewegung unersetzlich. Aus dem Mund eines Kirchenoberhaupts sind das bemerkenswerte Aussagen.

Zum Kern christlicher Sendung

Umweltschutz gehört zum Kern der christlichen Berufung: "Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, [ ] ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung." Vielmehr gehört die Verantwortung für die Mitgeschöpfe und das gemeinsame Haus der Schöpfung zum Kern der christlichen Sendung. Dieser Gedanke ist grundlegend für die Enzyklika. Dem Denken und Handeln vieler Gläubiger ist er weit voraus.

Die Irrungen der Kirche in Vergangenheit und Gegenwart: Sehr freimütig spricht der Papst die Tatsache an, dass die Kirche in der Vergangenheit nicht gerade zu den Vorreitern der Umweltbewegung gehört hat und damit "dem Schatz an Weisheit, den wir hätten hüten müssen, untreu gewesen" ist. Diese Untreue wirkt, so der Papst, bis heute in den Köpfen und Herzen vieler Gläubiger nach, die "die Umweltsorgen bespötteln." Umkehr und Reue seien daher dringend nötig.

Menschenschutz nicht gegen Umweltschutz ausspielen: Der Einsatz für das menschliche Leben in all seinen Phasen gehört vom ersten Jahrhundert bis heute zu den Identitätsmarkierungen der Kirche. Angesichts dessen gibt es unter Gläubigen die starke Versuchung, den Menschenschutz gegen den Umwelt-,Tier-und Pflanzenschutz auszuspielen und den einen stark zu machen auf Kosten des anderen. Franziskus kennt dieses Argument und widerspricht ihm. Zugleich weist er aber auch jene Strömungen der Umweltbewegung zurück, die Umweltschutz ohne Rücksicht auf die Armen betreiben.

Der Eigenwert eines jeden Geschöpfes: Inhaltlich einer der stärksten Gedanken ist die Absage an jede Anthropozentrik, die den Menschen als Spitzengeschöpf sieht, dem alle anderen Geschöpfe dienstbar sind, und die Anerkennung eines "Eigenwerts" jedes noch so kleinen und unscheinbaren Geschöpfs. Dieser Eigenwert stellt sich dem Nutzendenken entgegen, das in den Geschöpfen nur "Ressourcen" sieht und sie als bloße Objekte betrachtet, "die der willkürlichen Herrschaft des Menschen unterworfen sind als Gegenstand des Profits und der Interessen."

Die Erlösung der ganzen Schöpfung: Eine der bemerkenswertesten Aussagen des Papstes ist die Erinnerung an die biblische Überzeugung, dass die ganze Schöpfung in Christus erlöst ist und die Herrlichkeit Gottes erleben darf. Alle Geschöpfe "gehen mit uns und durch uns voran auf das gemeinsame Ziel zu, das Gott ist... Denn der Mensch ist berufen, alle Geschöpfe zu ihrem Schöpfer zurückzuführen." In die Auferstehung Christi sind alle Geschöpfe hineingenommen. Und so blickt Franziskus in den letzten Abschnitten der Enzyklika voll Hoffnung auf die Zukunft: "Das ewige Leben wird ein miteinander erlebtes Staunen sein, wo jedes Geschöpf in leuchtender Verklärung seinen Platz einnehmen [ ] wird."

Ein neuer Lebesstil ist angesagt

Der Vorschlag eines neuen Lebensstils: Unsere momentane Art des Lebens und Wirtschaftens führt dazu, "dass die Erde, auf der wir leben, in Wirklichkeit weniger reich und schön wird, immer begrenzter und trüber." Dies führt Franziskus auf die "große Maßlosigkeit" und Unersättlichkeit des gegenwärtigen Lebensstils zurück: "Während das Herz des Menschen immer leerer wird, braucht er immer nötiger Dinge, die er kaufen, besitzen und konsumieren kann."

Wie könnte eine Alternative aussehen? "Die christliche Spiritualität [] ermutigt zu einem [ ] Lebensstil, der fähig ist, sich zutiefst zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein Es handelt sich um die Überzeugung, dass 'weniger mehr ist'. Die ständige Anhäufung von Möglichkeiten zum Konsum lenkt das Herz ab und verhindert, jedes Ding und jeden Moment zu würdigen Die christliche Spiritualität regt zu einem Wachstum mit Maß an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet."

Spirituelle, fast lyrische Passagen -man muss sie lesen! Wenn diese wenigen Schlaglichter zur Lektüre anregen, ist ihr Ziel erreicht. Denn die Enzyklika ist für jeden gut lesbar. Und "Laudato Si'" enthält viele spirituell sehr dichte, ich möchte sagen lyrische Passagen, die berühren und Mut machen.

| Der Autor ist Professor für Moraltheologie an der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz |