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Qualitätsjournalismus und Presseförderung

DISKURS
Journalismus - © Foto: Pixabay

Inseratenaffäre: Retreat und Neustart im Journalismus

1945 1960 1980 2000 2020

Durch die jüngste Inseratenaffäre wurde das Vertrauen in die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten weiter unterminiert. Nun wäre eine Untersuchungskommission nötig – und mehr Transparenz. Ein Gastkommentar.

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Durch die jüngste Inseratenaffäre wurde das Vertrauen in die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten weiter unterminiert. Nun wäre eine Untersuchungskommission nötig – und mehr Transparenz. Ein Gastkommentar.

Das Leben bietet manchmal Gelegenheit oder auch Notwendigkeit zur Besinnung. Uns als Einzelmenschen, uns mit unseren Institutionen, uns als demokratische Gesellschaft. Manchmal ist ein kompletter Retreat nötig, um einen Neustart zu ermöglichen. Dann geht es darum, die essenziellen Ziele und Regeln der Gemeinschaft zu reflektieren, die eigene Praxis daran zu messen und im Zweifelsfall (nicht erst nach einer gerichtlichen Verurteilung) zu korrigieren. Einen solchen Retreat braucht nun auch die Profession des Journalismus in Österreich, mit dem Ziel einer kulturellen Erneuerung. Eine Untersuchungskommission wäre dabei hilfreich.

„Der Journalismus“ in der Kritik

Doch „der“ Journalismus“ – was ist darunter überhaupt zu verstehen? Es ist die Gesamtheit dessen, was als Journalismus in der Öffentlichkeit auftritt: sowohl die Eckpfeiler des Qualitätsjournalismus als auch die offenbar käuflichen Unternehmen, die sich als Journalismus ausgeben, tatsächlich jedoch im Gegenzug zu so genannten Inseratengeschäften Inhalte nach Beliebigkeit bzw. nach Auftraggeber emittieren – bis hin zu glatten Lügen.

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