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Gesellschaft

Sich finden - aber wie?

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* Wenn junge Menschen heute an die Zukunft denken, haben sie nicht mehr nur eine erstrebenswerte Lebensform vor Augen, die lebenslange Ehe zum Beispiel. Die Gesellschaft akzeptiert inzwischen viele verschiedenen Formen des Zusammenlebens. Der Pluralismus bringt es mit sich, dass die einen lebenslange Liebe und Treue ablehnen, andere hingegen mit dem Sex sogar wieder bis zur Ehe warten wollen, und wieder andere ohne die "Suchmaschinen" im Internet überhaupt keinen entsprechenden Partner fürs Leben mehr zu finden glauben ...

* Eine Langzeit-Gemeinsamkeit durchzuhalten (von der Sexualität bis zur emotionalen Bedürfniserfüllung), wird von vielen inzwischen als schwierig und eigentlich nicht mehr leistbar empfunden. Sie denken daher auch nicht in Perspektiven von 30 oder 40 gemeinsamen Jahren. Die "Goldene Hochzeit" zu erleben, ist kein soziales Ziel mehr.

* Junge Menschen können heute nicht stufenweise in ihre (ersten) Liebesbeziehungen hineinwachsen. Ein massiv gewordener Konsum- und Gruppendruck zerrt und drängt sie in alle möglichen Experimentierfelder und Verhaltensmuster.

* Der Trend zur Individualisierung muss nicht automatisch Orientierungslosigkeit bedeuten. Voraussetzung ist allerdings die verstärkte Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit sich selbst - gerade in jungen Jahren, wenn die Erfahrungen noch fehlen.

* Die Gesellschaft hilft beim Aufbau dieses inneren Verantwortungsgefühls allerdings nicht in der erforderlichen Art und Weise. Die Entscheidung der Frage "Was ist gut (für mich) und was nicht?" bleibt den meisten jungen Menschen selbst überlassen beziehungsweise wird es ihnen von der medialen Informationsmaschinerie zum Teil abgenommen.

* Natürlich ist es auch ein Fortschritt, dass heute viel mehr offen gelegt wird und sich die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten nicht nur im Verborgenen abspielen. Die öffentliche Ausbreitung der intimsten Probleme schafft aber auch Unsicherheiten. Bin ich so gut/oder so schlecht wie andere?

* Sich auf einen anderen Menschen einzustimmen - nicht nur körperlich - braucht Zeit. Die Werbewelt suggeriert dagegen, dass Wünsche und Sehnsüchte gleich in die Tat umgesetzt werden können.

* Es ist schwer, mit den vielen Freiheiten und Möglichkeiten zu leben und sie auch an die eigene Persönlichkeit und Wertewelt zu koppeln. Was will ich denn eigentlich, und wie kann ich es verantworten? Das ist heute die große Frage.

* Wenn junge Menschen heute an die Zukunft denken, haben sie nicht mehr nur eine erstrebenswerte Lebensform vor Augen, die lebenslange Ehe zum Beispiel. Die Gesellschaft akzeptiert inzwischen viele verschiedenen Formen des Zusammenlebens. Der Pluralismus bringt es mit sich, dass die einen lebenslange Liebe und Treue ablehnen, andere hingegen mit dem Sex sogar wieder bis zur Ehe warten wollen, und wieder andere ohne die "Suchmaschinen" im Internet überhaupt keinen entsprechenden Partner fürs Leben mehr zu finden glauben ...

* Eine Langzeit-Gemeinsamkeit durchzuhalten (von der Sexualität bis zur emotionalen Bedürfniserfüllung), wird von vielen inzwischen als schwierig und eigentlich nicht mehr leistbar empfunden. Sie denken daher auch nicht in Perspektiven von 30 oder 40 gemeinsamen Jahren. Die "Goldene Hochzeit" zu erleben, ist kein soziales Ziel mehr.

* Junge Menschen können heute nicht stufenweise in ihre (ersten) Liebesbeziehungen hineinwachsen. Ein massiv gewordener Konsum- und Gruppendruck zerrt und drängt sie in alle möglichen Experimentierfelder und Verhaltensmuster.

* Der Trend zur Individualisierung muss nicht automatisch Orientierungslosigkeit bedeuten. Voraussetzung ist allerdings die verstärkte Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit sich selbst - gerade in jungen Jahren, wenn die Erfahrungen noch fehlen.

* Die Gesellschaft hilft beim Aufbau dieses inneren Verantwortungsgefühls allerdings nicht in der erforderlichen Art und Weise. Die Entscheidung der Frage "Was ist gut (für mich) und was nicht?" bleibt den meisten jungen Menschen selbst überlassen beziehungsweise wird es ihnen von der medialen Informationsmaschinerie zum Teil abgenommen.

* Natürlich ist es auch ein Fortschritt, dass heute viel mehr offen gelegt wird und sich die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten nicht nur im Verborgenen abspielen. Die öffentliche Ausbreitung der intimsten Probleme schafft aber auch Unsicherheiten. Bin ich so gut/oder so schlecht wie andere?

* Sich auf einen anderen Menschen einzustimmen - nicht nur körperlich - braucht Zeit. Die Werbewelt suggeriert dagegen, dass Wünsche und Sehnsüchte gleich in die Tat umgesetzt werden können.

* Es ist schwer, mit den vielen Freiheiten und Möglichkeiten zu leben und sie auch an die eigene Persönlichkeit und Wertewelt zu koppeln. Was will ich denn eigentlich, und wie kann ich es verantworten? Das ist heute die große Frage.