Mobilitätswende - © Foto: iStock/simonkr

Elektroautos: Die grüne Alternative

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Sind Elektroautos wirklich klimaschonender als vergleichbare Benzin- oder Diesel-Pkws? Und wie sauber sind eigentlich Hybridfahrzeuge? Eine Analyse.

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Sind Elektroautos wirklich klimaschonender als vergleichbare Benzin- oder Diesel-Pkws? Und wie sauber sind eigentlich Hybridfahrzeuge? Eine Analyse.

„Elektroautos sind ja viel umweltschädlicher als normale Pkws. Alleine die Batterieherstellung, und dann die Stromerzeugung etc.“ Solche Argumente hört man oft, vielleicht aus Angst von Autofahrern, dass diese Alternative zum mobilen Status quo schlicht bedeuten würde, lang ersessene Freiheit einzubüßen. Etwa auch den Komfort und die Spielkonsolen-Action am Steuer. Kein endloses Fahren mehr, kein erwünschter „Speed“, frieren im Winter, schwitzen im Sommer, um ja Fahrstrom einzusparen, zudem Ladestopps mit Ruhepause. Und der Preis: „E-Mobilität ist ja sauteuer“, zumindest in den Köpfen.

Aber es kommt noch schlimmer: „Hybridfahrzeuge sind ja eh schon sauber.“ Gut, diese Vehikel können auch emissionsfrei fahren, also sauberer, trotz technisch bedingten Mehrgewichts. Doch hier der Trugschluss: Hybridfahrzeuge fahren meist nicht elektrisch, sondern zu 80 Prozent mit fossilem Treibstoff, vorrangig Benzin. Außerdem handelt es sich hier oft um die Spezies energiefressender SUVs, wodurch diese Antriebsart hinsichtlich Klimaschädigung noch schlechter dasteht als moderne Diesel- oder Benzinfahrzeuge vernünftiger Dimension, die 20 bis 50 Prozent weniger Sprit verbrauchen als solch überdimensionierte Stadtgeländewagen. Gut, es gibt doch auch vernünftige Hybridfahrzeuge. Aber wenn man dann elektrisch unterwegs ist, gilt dann nicht die eingangs erwähnte Behauptung? Also alles beim Alten belassen?

Nein, elektrisch betriebene Fahrzeuge sind tatsächlich die bessere Alternative, trotz energieintensiver Batterieherstellung und sogar bei Energieversorgung mit Kohlestromanteil. Anderslautende Behauptungen können ruhig in der Schublade der „Alternativen Fakten“ verschwinden, denn sie sind kurzum falsch. Dies hat 2018 ein deutsches Forscherteam mittels „Lebenszyklus-Analyse“, also bezogen auf den gesamten Produktlebenszyklus der untersuchten Fahrzeuge, herausgefunden. Die folgenden Vergleiche basieren auf diesen Resultaten.

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