Diesseits von Gut und Böse

Impfung: Der „Game-Changer“

1945 1960 1980 2000 2020

Über Verantwortung in Zeiten von Corona: Aus Sorge um die Gesundheit der Menschen gerät die Impfthematik immer mehr in den Fokus der nationalen Bioethikräte.

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Über Verantwortung in Zeiten von Corona: Aus Sorge um die Gesundheit der Menschen gerät die Impfthematik immer mehr in den Fokus der nationalen Bioethikräte.

Wie oft wurde in den letzten Jahren auf die Bedeutung von Impfungen hingewiesen, darauf, dass sie zum größten „Game-Changer“ unseres Lebens und dessen unserer Kinder gehören! Neben Hygiene haben Entwicklung und Einsatz von Impfstoffen enorm zur Reduktion der Kindersterblichkeit beigetragen und auch das Leben von Erwachsenen in Bezug auf die Anfälligkeit für verschiedene Infektionserkrankungen ungemein erleichtert. Dennoch sind wir in unserer Gesellschaft immer wieder mit Skepsis gegenüber den Impfungen und mit sinkenden Impfraten konfrontiert. Warum?

Die Welt hätte ohne geeintes Vorgehen nie die Pocken besiegen können, diese schreckliche Erkrankung, der durch Jahrhunderte Millionen von Menschen zum Opfer gefallen sind. 1980 konnte die WHO die Pocken als bisher einzige Infektionserkrankung für besiegt erklären, als weltweit ausgerottet. Damit war der Beweis erbracht, dass es möglich ist, von Mensch zu Mensch übertragbare Erkrankungen zu eliminieren. Sichtlich ist es so, dass viele Infektionserkrankungen, da sie durch die Schutzimpfungen verhindert werden, nicht mehr als Bedrohung gesehen werden.

Gesundheitspersonal trägt Verantwortung

Die Bioethikkommission hat sich bereits 2015 mit Impfungen gegen von Mensch zu Mensch übertragbare Infektionserkrankungen, in diesem Fall mit den Masern, auseinandergesetzt und eine ausführliche Stellungnahme dazu veröffentlicht. Fazit war unter anderem, die Empfehlung einer Verpflichtung zur Impfung aus ethischer Sicht für das Gesundheitspersonal.