#13 Im Kellermuseum

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Warum ein kleines Abteil von Vorteil ist.

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Warum ein kleines Abteil von Vorteil ist.

Am Wochenende habe ich meinen Keller aufgeräumt. Besser gesagt, die drei Quadratmeter, die sich Kellerabteil nennen. Viel Platz ist nicht, aber immer noch genug, um einer Menge unnötigem Zeug ein Zuhause zu bieten. Zum Beispiel dem hölzernen Messerblock, der nicht in die Küche passt, aber so schön ist. Seine Zeit kommt bestimmt noch. Oder die Schachtel voller Glühbirnen-Fassungen, über die wir froh sein werden, sollte ein Lampendieb bei uns einbrechen. Besonders wichtig sind auch die Variationen an Fahrradständern und Wandhalterungen, die als Must-have in Wohnhäusern ohne Fahrradraum gelten. Nun haben wir zwar Zugang zu so einem Raum und unsere Räder scheinen sich dort auch ganz wohl zu fühlen, aber man weiß ja nie.

Meine Aufräumaktion hatte das Ziel, den Krempel in „braucht man manchmal“, „hat man einmal gebraucht“ und „könnte man einmal brauchen“ zu kategorisieren und dementsprechend zu ordnen. Die ganze Sache hat mich eine gute Stunde gekostet. Auch in meinem Elternhaus wird der Keller entrümpelt. Das Projekt ist jedoch weniger eine spontane Sonntagsaktion als ein Dauerzustand. Und auch das gesammelte Zeug ist von größerem Kaliber und folgt anderen Kategorien: „brauchen Kinder manchmal“, „haben Kinder einmal gebraucht“ und „könnten Kinder einmal brauchen“. Die Sammlung an Skiern verschiedenster Längen etwa, bei denen ich ab und zu ein Paar vorübergehend entwende. Der Kaufmannsladen, den mein Vater einmal gezimmert hatte, der nun als Lager für Christbaumschmuck dient. Oder die Couch meiner Oma, die meine Schwester dann in ihrem Haus platzieren möchte, sobald dieses fertiggestellt ist.

Der Vorteil an einer Wohnung ist für mich ja, dass Dinge ohne Verwendung aus Platzgründen radikal entsorgt werden müssen. Zu solchen Ausmaßen wie dem Kellermuseum meiner Eltern kann es gar nicht kommen. Vorausgesetzt, man bemisst sein überflüssiges Hab und Gut tatsächlich an der Größe des zur Verfügung stehenden Kellerabteils und lagert nicht heimlich die eine oder andere Kiste im alten Kinderzimmer. Habe gehört, so etwas gibt’s.

Am Wochenende habe ich meinen Keller aufgeräumt. Besser gesagt, die drei Quadratmeter, die sich Kellerabteil nennen. Viel Platz ist nicht, aber immer noch genug, um einer Menge unnötigem Zeug ein Zuhause zu bieten. Zum Beispiel dem hölzernen Messerblock, der nicht in die Küche passt, aber so schön ist. Seine Zeit kommt bestimmt noch. Oder die Schachtel voller Glühbirnen-Fassungen, über die wir froh sein werden, sollte ein Lampendieb bei uns einbrechen. Besonders wichtig sind auch die Variationen an Fahrradständern und Wandhalterungen, die als Must-have in Wohnhäusern ohne Fahrradraum gelten. Nun haben wir zwar Zugang zu so einem Raum und unsere Räder scheinen sich dort auch ganz wohl zu fühlen, aber man weiß ja nie.

Meine Aufräumaktion hatte das Ziel, den Krempel in „braucht man manchmal“, „hat man einmal gebraucht“ und „könnte man einmal brauchen“ zu kategorisieren und dementsprechend zu ordnen. Die ganze Sache hat mich eine gute Stunde gekostet. Auch in meinem Elternhaus wird der Keller entrümpelt. Das Projekt ist jedoch weniger eine spontane Sonntagsaktion als ein Dauerzustand. Und auch das gesammelte Zeug ist von größerem Kaliber und folgt anderen Kategorien: „brauchen Kinder manchmal“, „haben Kinder einmal gebraucht“ und „könnten Kinder einmal brauchen“. Die Sammlung an Skiern verschiedenster Längen etwa, bei denen ich ab und zu ein Paar vorübergehend entwende. Der Kaufmannsladen, den mein Vater einmal gezimmert hatte, der nun als Lager für Christbaumschmuck dient. Oder die Couch meiner Oma, die meine Schwester dann in ihrem Haus platzieren möchte, sobald dieses fertiggestellt ist.

Der Vorteil an einer Wohnung ist für mich ja, dass Dinge ohne Verwendung aus Platzgründen radikal entsorgt werden müssen. Zu solchen Ausmaßen wie dem Kellermuseum meiner Eltern kann es gar nicht kommen. Vorausgesetzt, man bemisst sein überflüssiges Hab und Gut tatsächlich an der Größe des zur Verfügung stehenden Kellerabteils und lagert nicht heimlich die eine oder andere Kiste im alten Kinderzimmer. Habe gehört, so etwas gibt’s.

Digital Dirndl V2 - © Illustration: Rainer Messerklinger

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Aufgewachsen im Weinviertel, dann übersiedelt nach Wien, ist Margit Körbel mittendrin im Konflikt von gemütlicher Landidylle und rauschendem Stadtleben, Traditionen und deren Bruch, Millennials und Babyboomern. Wöchentlich schreibt Sie von Ihren Erlebnissen. Hier kostenlos abonnieren.

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