Literatur

Elfriede Jelinek: Die Angabe mit meiner Person

Elfriede Jelinek  - © Foto: APA/Roland Schlager

Wütend und sprachgewaltig blickt Elfriede Jelinek in „Angabe der ­Person“ auf ihr Leben. Die Rückschau fördert einen Erinnerungs- und Erkenntnisprozess über ­eigene Erfahrungen zutage.

Christa Gürtler

16. November 2022

Literatur

Roßbacher: Der Wal schwimmt wieder

Roßbacher - © Foto: APA / Herbert Pfarrhofer

Im dynamischen Kreislauf des Lebens – Verena Roßbacher berührt in ihrem Roman „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“ mit leichter Hand die verwickelten Pfade unseres Daseins vor dem Hintergrund komplizierter Familiengeschichten und ungewöhnlicher Beziehungskonstellationen.

Maria Renhardt

02. November 2022

Literatur

Tania Blixen: Zähigkeit und Empathie

Tania Blixen - © Foto: picturedesk.com / akg-images

Sie hatte eine Farm in Kenia und schrieb später darüber. „Jenseits von Afrika“ wurde im Kino ein Welterfolg. Vor 60 Jahren, am 7. September 1962, starb Tania Blixen auf ihrem Gut Rungstedlund in Dänemark.

Oliver vom Hove

31. August 2022

Literatur

Vom Glück dazwischen: Torrey Peters’ "Detransition, Baby"

Torrey Peters - © Foto: Natasha Gornik

Transgender: Wie die Literatur aktuelle Debatten abbilden und mitformen kann, zeigt Torrey Peters’ Roman „Detransition, Baby“. Mit Humor und Selbstironie wird hier ein polarisierendes Thema unpädagogisch abgehandelt.

Veronika Schuchter

10. August 2022

Literatur

Ana Marwan und Xaver Bayer über literarische Orte

Ehemaliges Sanatorium Hoffmann, Kierling - ©  Klaus Pichler

Bachmannpreisträgerin Ana Marwan in Kafkas Kierling, Xaver Bayer in Theodor Kramers Niederhollabrunn: Autorinnen und Autoren schreiben über literarische Erinnerungsorte in Niederösterreich.

Brigitte Schwens-Harrant

06. Juli 2022

Literatur

„Ich ist ein anderer“: Jon Fosses monumentales Romanprojekt

Berge - © Foto: Pixabay

Mit „Ich ist ein anderer“ schreibt Jon Fosse sein monumentales Romanprojekt fort. In unverwechselbarem Tonfall zeichnet der norwegische Autor, der immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis genannt wird, ein Bild des kargen Südwestens seiner Heimat.

Rainer Moritz

29. Juni 2022

Feuilleton

Der talentierte E.T.A. Hoffmann

E.T.A. Hoffmann - © Illustration: Imago / Kharbine-Tapabor

Vor 200 Jahren, am 25. Juni 1822, starb mit E. T. A. Hoffmann ein Multitalent. Vor allem mit seinen literarischen Werken beeinflusste er nicht nur die Kunst bis heute.

Brigitte Schwens-Harrant

14. Juni 2022

Feuilleton

"Rombo" von Esther Kinsky: Wenn die Erde seufzt

Esther Kinsky - © Foto: APA / Georg Hochmuth

Esther Kinskys grandioser neuer Roman „Rombo“ setzt dem verheerenden Erdbeben, das im Jahr 1976 das Friaul erschütterte, ein literarisches Denkmal.

Ingeborg Waldinger

14. Juni 2022

Literatur

Andrea Tompa: „Keines unserer Worte ist von uns selbst“

Tompa - © Foto: Péter Maté / Suhrkamp Verlag

Ein großangelegtes Sprachkunstwerk, gemalt in kräftigen Farben – Andrea Tompas Roman „Omertà“ wartet mit einer starken, in der rumänischen Nachkriegszeit angesiedelten Geschichte auf. Terézia Mora hat nun für eine maßgeschneiderte Übersetzung des Textes gesorgt.

Georg Dox

08. Juni 2022
booklet_cover - © Foto: Wolfgang Schwens

Literatur

"Die Imker" von Gerhard Roth: Zeichen an der Wand

Roth - © Foto: Mirjam Reither / picturedesk.com

Am 24. Juni hätte der große österreichische Schriftsteller Gerhard Roth seinen 80. Geburtstag gefeiert. Sein letzter Roman knüpft in vielerlei Hinsicht an sein Frühwerk an und ist nun postum erschienen – als erster Teil einer Trilogie, die für immer unvollendet bleiben muss.

Ingeborg Waldinger

24. Mai 2022

Literatur

SAID: „angst und worte“

SAID - © Foto: Friedrich, Brigitte / SZ-Photo / picturedesk.com

Vor einem Jahr ist der Lyriker SAID überraschend gestorben. Nun sind seine Erinnerungen an die Kindheit erschienen, kurze Prosastücke, die auch iranische Geschichte erzählen.

Brigitte Schwens-Harrant

18. Mai 2022

Literatur

„Serge“: Was von der Erinnerung zu erwarten ist

Reza - © Foto: Getty Images / /Corbis / Stephane Cardinale

Yasmina Rezas neuer Roman „Serge“ handelt von einer Familie auf der Suche nach sich selbst – eine feinsinnige Mischung aus Melancholie und Komik, die Absurditäten des Alltags offenlegt.

Rainer Moritz

04. Mai 2022

Literatur

Andrea Roedig: "Man kann Müttern nicht trauen"

Andrea Roedig - © Foto: Markus Rössle

„Man kann Müttern nicht trauen“: Andrea Roedig hat ein wichtiges Buch geschrieben: über die eigene Mutter, über eine Generation von Frauen und gegen so manchen Familienmythos.

Brigitte Schwens-Harrant

27. April 2022

Religion

Engelmeiers Übungen

Trost - © iStock / Liusia Voloshka (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)

Hanna Engelmeier nähert sich in einem Essayband dem „Trost“. 2022 erhielt sie dafür den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg. Eine theologische Rezension.

Tobias Mayer

20. April 2022

Literatur

Reinhard Kaiser-Mühlecker: „Wilderer“

Reinhard Kaiser-Mühlecker - © Foto: APA / dpa / Arne Dedert

Reinhard Kaiser-Mühleckers neuer Roman „Wilderer“ ist erneut im oft archaisch anmutenden Milieu der österreichischen Provinz angesiedelt. Er bietet ein Wiedersehen mit Jakob Fischer, dem (Anti-)Helden aus „Fremde Seele, dunkler Wald“.

Ingeborg Waldinger

14. April 2022

Literatur

„Tal der Herrlichkeiten“: Anne Webers neuer Roman

Weber - © Foto: Imago / Agencia EFE

Für ihre Übersetzung von Cécile Wajsbrots Roman „Nevermore“ wurde Anne Weber mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet. „Tal der Herrlichkeiten“ zeigt sie als großartige Schriftstellerin.

Maria Renhardt

30. März 2022

Porträtiert

Bora Ćosić: Ein wildes Kind Europas wird 90

Bora Ćosić - © Foto: Imago/gezett

"Dass jedes Volk, und sei es das größte und gescheiteste, in sehr traurige Verhältnisse geraten kann, wenn seine Umsicht und Aufmerksamkeit nur einen Augenblick nachlässt“, weiß Bora Ćosić. Mehr als 30 Romane, Erzähl- und Essaybände hat er verfasst. Am 5. April feiert er seinen 90. Geburtstag.

Brigitte Schwens-Harrant

30. März 2022

Literatur

Vladimir Sorokin: Neues vom Meister der Gewaltgroteske

Vladimir Sorokin - © Foto: picturedesk.com / Tass / Geodakyan Artyom

„Die rote Pyramide“ versammelt neun Erzählungen des regimekritischen russischen Schriftstellers Vladimir Sorokin. Er findet starke, neue und mitunter verstörende Bilder für seine Dystopien.

Georg Dox

23. März 2022

Religion

Navid Kermani fragt nach Gott: Barmherzig. Und eine Schönheit

Kermani - © APA / Herbert Neubauer

„Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen“: Navid Kermanis neues Buch stellt sich den „Fragen nach Gott“ – aufbereitet für eine Zwölfjährige, lesenswert nicht nur für ein religiös unmusikalisches Publikum.

Otto Friedrich

23. März 2022

Literatur

Karl-Markus Gauß: (Selbst-)Erkenntnis durch Schreiben

Karl-Markus Gauß - © Foto: Imago / Skata

Am 16. März erhält Karl-Markus Gauß den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Auch sein neues „Journal“ bietet eine umfassende Kulturkritik an Österreich und der Welt.

Walter Grünzweig

09. März 2022

Literatur

„Welten auseinander“: „Die Wildnis einer Herkunft“

Franck - © Foto: Imago / Hartenfelser

Ein Leben, das ungeheuerlicher nicht erfunden hätte werden können. Die deutsche Autorin Julia Franck wählt für ihre neue Publikation „Welten auseinander“ einen autofiktionalen Zugang, um die Kindheit einer jungen Frau bis zu ihrem Erwachsenwerden zu beschreiben.

Maria Renhardt

02. März 2022

Literatur

Clemens J. Setz: Von Grillparzer bis Hexenwaage

Setz - © Foto: picturedesk.com / dpa / Helmut Fricke

Gedankenspiele: Clemens J. Setz’ kurzer Essay interessiert sich nicht für Wahrheit als Kampfbegriff, sondern für unerwartete und überraschende Formen dessen, wie sie sich vielleicht auch zeigen kann.

Brigitte Schwens-Harrant

16. Februar 2022
Booklet Cover - © Foto: iStock/BlackJack3D (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)

06. November 2020

Literatur

Paul Nizon: Mörderische Leere

Paul Nizon - © Foto: IMAGO / Future Image

Seit den 1960er Jahren führt Paul Nizon bereits Tagebuch. Nun liegt der sechste Band seiner Journale vor, der die Jahre 2011–2020 umspannt.

Rainer Moritz

04. Jänner 2022

Literatur

Maria Lazar: „An meinen unbekannten Leser“

Lazar - © Foto: Getty Images / Ullstein Bild / Trude Fleischmann

Die längst fällige Wiederentdeckung einer großartigen Autorin und erstaunlichen Persönlichkeit: Maria Lazars Werk wird seit einigen Jahren vom Verlag DVB, „Das vergessene Buch“, neu aufgelegt, zuletzt der Roman „Leben verboten!“.

Angela Huemer

15. Dezember 2021

Literatur

Thomas Arzt: Wer sich querstellt, wird bestraft

Thomas Arzt - © Foto: Joseph Krpelan

Ein Roman über die nationalsozialistische ­Machtübernahme in Österreich und zugleich eine zeitlose Parabel: Thomas Arzt ist mit „Die Gegenstimme“ ein besonderes Debüt gelungen.

Anton Thuswaldner

07. Dezember 2021

Literatur

Gustave Flaubert: Meister der Entzauberung

Flaubert  - © Foto: Getty Images / Universal Images Group / Universal History Archive

Makellos sollte seine Prosa sein: Vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, wurde Gustave Flaubert geboren. Mit seiner realistischen Erzählkunst prägte er maßgeblich die Entwicklung des europäischen Romans.

Oliver vom Hove

07. Dezember 2021

Feuilleton

Umberto Eco: Muster von Verschwörungsmythen

Umberto Eco - © Foto: Getty Images  / Leonardo Cendamo

Wie Verschwörungsmythen gebaut sind und wie sie funktionieren: Erstaunlich bekannte und erschreckend gefährliche Muster entlarvte der Semiotiker und Schriftsteller Umberto Eco in jahrzehntelanger Forschungsarbeit und zahlreichen Publikationen.

Brigitte Schwens-Harrant

24. November 2021